I am Henning

Dienstag, 25. Juli 2017

Neues Nikon AF-P DX Zoom Nikkor 10-20mm f/4,5-5,6G VR.

Hallo

Heute melde ich mich mal mit einem neuen Objektiv. Nicht nur neu für mich, sondern auch recht neu im Nikon Programm ist das Nikon AF-P DX Zoom Nikkor 10-20mm f/4,5-5,6G VR. Ein superleichtes, superkleines, superschnelles und auch super stabilisiertes Super Weitwinkel Objektiv. Super ist auch der Preis, der nämlich mit deutlich unter 400,- Euro für Nikon Verhältnisse mehr als moderat ausfällt. Otto.de hatte es kurz, aus welchen Gründen auch immer, nochmals rund 65,- Euro günstiger als andere im Vorbestell - Angebot, also schlug ich dort zu.

Der Grund dafür, daß ich es haben wollte ist einfach. Ich habe ja bereits alle Gründe oben genannt. Es ist sehr klein und sehr leicht, was es sehr sehr gut zur ja ebenfalls kleinen und leichten Nikon D3300 passen läßt. Zudem hat es als eines unter wenigen in dem Weitwinkelbereich einen Stabilisator und vor allem den sauschnellen und nahezu unhörbaren AF-P mit Schrittmotor. Alles Superlative, die den ohnehin schon moderaten Preis nochmals sehr positiv relativieren. 

Natürlich gibt es wo es Licht gibt auch Schatten. Ich habe es gestern erst bekommen und konnte aus Zeitmangel erst einmal bloß einige Testfotos vom Balkon aus machen und bei dem heutigen Mistwetter mal gar keine. Woanders laß ich aber bereits, daß es im Randbereich zu CA neigt und so konnte ich welche in einer Ecke entdecken. Außerdem hat es halt das von mir eigentlich verpönte Plastikbajonett. Tja, aber leider gibt es das süße Kleine bloß so wie es ist, also was soll man machen?

Die Verarbeitung sowie das Design, halten sich ganz nah am AF-P DX 18-55mm VR. Im Gegensatz zu diesem, kommt das 10-20 allerdings mitsamt originaler Gegenlichtblende, Stoffbeutel und ordentlichem Bajonettdeckel, statt des weißen Notdeckels des Kitglases.

Die Verarbeitung ist sehr gut, das muß man sagen. Zwar Plastik wo man hinschaut, aber sehr sehr ordentlich verarbeiteter Kunststoff. Man hat nicht mehr das etwas windige Gefühl wie bei den Kit Glas Modellen 18-55, 18-55 II und 18-55 VR. Erst ab dem 18-55 VR II war ich auch von der Verarbeitung überzeugt, die sich mit dem AF-P meiner Meinung nach noch einmal steigerte.
Der Zoomring geht hakelfrei und samtig, seine Gummierung liegt auf angenehm hohem Niveau und ist super griffig. Der AF-P ist wieder superschnell, das muß man erlebt haben. Wie beim 18-55 ertappt man sich manchmal unnötig mehrmals zu fokussieren, weil man einfach nicht mitbekommet, daß das schon geschah. So schnell und fast unhörbar leise geht das und bei 10-20mm sieht man es nicht so flott, weil ja alles eher winzig klein ist. Man muß sich daher auf den AF verlassen (können).
Manuelles fokussieren geht über den schmalen elektronischen Fokussiering vorne hinter der Fassung des Frontglases, genau wie beim Kit Glas. Das ist allerdings ein eher mühsames Unterfangen, weil die Details ja wie erwähnt im Super Weitwinkel sehr klein sind. Wenn man sich auf die grüne Anzeige im Sucher verlassen möchte, kann man daher auch gleich beim AF-P bleiben. 
Das rasend schnell bezieht sich übrigens auf den AF beim Blick durch den Sucher. Im LiveView ist man zwar schneller als mit allen anderen bisherigen AF Antrieben und vor allem sehr sehr leise, aber man sieht den Fokussiervorgang immer noch deutlich. Die Vorteile hier liegen beim Filmen und damit bei fast lautslosem AF während Filmaufnahmen. Ich filme eigentlich gar nicht und freue mich über einen superschnellen AF-P beim Blick durch den Sucher.

So, hier die bei mir ja obligatorischen Fotos des Objektives. Man bekommt genau das, wobei ich den Beutel in der OVP beließ:



Jedem einigermaßen Kundigen fällt sofort die sehr große Ähnlichkeit zum kleinsten Kit Glas auf. Die silberne Zierleiste hat man sich löblicherweise gespart, die ist beim Kit bloß aufgeklebt:

Von vorne stellen 72mm satt 55mm Flitermaß einen sehr großen Unterschied dar:

Kurz von hinten das leider unnötig verbaute Plastikbajonett. Ich könnte hier auch Kunststoff schreiben, aber das fände ich schon zu nett. es ist halt Hartplastik:

Es zoomt deutlich weniger aus als das Kitglas, welches ja bekanntlich bloß im verriegelten Zustand wirklich kompakt ist und verriegelt werden muß das 10-20mm auch nicht:

Die Streulichtblende ist wegen des Weitwinkels natürlich deutlich breiter als die (Nachbaublende) des Kitglases:


Immer wieder habe ich die sehr kompakten Maße meines Sigma 12-24mm f/4,5-5,6 II DG HSM für das Vollformat betont. Im Vergleich sieht man den Zwergenwuchs des Nikkores für DX. Und dabei ist das Sigma meiner Meinung nach das kleinste erhältliche Weitwinkel Zoom für das Nikon Vollformat. Es ist auch genau so schwer wie es aussieht, wo das 10-20mm vergleichsweise gar nichts wiegt:

Maße und Gewicht machen lassen es ideal erscheinen für die D3300/3400 und natürlich auch moderne Kameras der D5xxx'er Serie. Es ist wirklich unauffällig und sehr angenehm an der Kamera:




Hier erste Probefotos von gestern, die aber keinesfalls als Beispielbilder gelten sollten. Bis auf den Ausschnitt am Ende, sind alle JPEG direkt aus der Kamera geholt und hier absolut unbearbeitet hochgeladen worden (wobei ich nicht weiß was die Blog Software damit macht).

10mm f/4,5:

Nahbereich offen bei 20 und 10mm:


Nahbereich am Limit mit 10mm und offen bei f/4,5:






10mm einmal offen bei f/4,5 und einmal bei in der Landschaft eher üblichen f/8. Die Vignettierung finde ich offen vernachlässigbar gering, bzw. gut korrigierbar. Der Dynamikumfang gewinnt aber sehr deutlich mit dem Abblenden:


Ein heftiger Ausschnitt, aber so sieht man die deutlichen CA am Rand. Abblenden hat also keine Hilfe gebracht, denn im Offenblend Foto davor sehen sie kaum anders aus:

Nun muß ich sehen wie sich das Glas schlägt, vor allem was die CA und deren Händelbarkeit betrifft. Das kenne ich vom weit größeren und schwereren Sigma 10-20mm f/3,5 so nicht. 

Ciao


Freitag, 14. Juli 2017

Dresden im Juli 2017

Wieder einmal eine kleine Städtereise, diesmal nach Dresden. Nachdem wir im Frühjahr schon in Erfurt und später in Berlin waren, führte es uns diesmal wieder nach Ostdeutschland, nach Dresden. Ich muß sagen, daß ich alle drei Städte sehr beeindruckend finde. Man bekommt einfach überall Fotomotive geboten und natürlich Menschen ohne Ende. So ist für jeden Fotografen etwas dabei. 
Dresden als sogenanntes Elbflorenz bietet Unmengen an interessanten Ecken und zeigte sich als weltoffene Stadt, denn überall waren auch internationale Touristen unterwegs. Von Pegida etc. bekamen wir Gott sei Dank nichts mit, ganz im Gegenteil.

Ich nahm diesmal an der Nikon D610 sowohl das Nikkor 28-300mm VR mit, als auch zur Sicherheit (bei weniger Licht) das etwas lichtstärkere Nikkor 24-120mm VR. Dazu mein schönes, kompaktes Sigma 12-24mm Ultra Weitwinkel Zoom. Ich bin mir nicht ganz sicher ob das 24-120mm unbedingt mit mußte, war eher manchmal froh über die 300mm des 28-300mm. In der Frauenkirche allerdings hat mir das 24-120mm mit seiner Blende 4 gute Dienste geleistet. Insgesamt bin ich mit allen drei Gläsern wieder sehr zufrieden, jedes hat wertvolle Dienste geleistet und ich habe einige Fotos mitgebracht. Hier eine Auswahl. Einige wenige sind in SW gehalten, weil sie so besser wirken.

Blick vom Hotelfenster in die sehr ruhige Strasse.

Durst.


Der Dresdner Zwinger.



















Theaterplatz mit Hofkirche und Semperoper, dann weiter in die grobe Richtung Frauenkirche.








































































In der Frauenkirche








Ein ganz toller Sraßenmusikant und letzte Eindrücke von dieser Seite Dresdens.


















Letzter Tag, über die Elbe in die Neustadt
























Keine Moschee, sondern die ehemalige Zigarettenfabrik Yenidze.




Dresden ist toll, aber sehr weit weg von Siegen. Mit dem Auto waren wir sehr lange unterwegs, vor allem auf der Rückfahrt. Trotzdem haben die vier Tage gelohnt.

Ciao