I am Henning

Dienstag, 28. März 2017

Lissabon im März 2017

Die Reise nach Lissabon war sehr schön, aber vom Wetter her leider grenzwertiger als gedacht. Von der Algarve zu ähnlicher Jahreszeit in 2015 verwöhnt, war es doch deutlich kühler und an zwei Tagen sogar sehr regnerisch. Wenn es trocken war, stimmte aber zumindest das Licht für Fotos von der schönen Stadt und den wunderbaren Menschen dort.
Lissabon bietet viel für Fotografen, wenn man sich in alten Stadtteilen bewegt. Neuere scheinen fast durchweg uninteressant, weil von Zweckbauten und günstigen Wohntürmen bebaut. Da wir bloß 5 Tage hatten, beschränkten wir uns auf wenige Stadtteile.

Ganz besonders bewährt hat sich bei mir übrigens das AF-S 28-300mm f/3,5-5,6G ED VR. Man liest oft, sehr oft, daß das Tamron 28-300mm f/3,5-6,3 Di PZD VC besser sein soll. Aber das kann ich so nicht bestätigen. Ich hatte jetzt nicht mehr den direkten Vergleich, aber die Fotos mit meinem damaligen Tamron liesen am langen Ende meiner Meinung nach im Vergleich zum Nikkor ein wenig Schärfe vermissen. Ich finde das Nikkor dort etwas besser und am weiten Ende mindestens gleichwertig. Möglicherweise hatte ich ein schlechteres Exemplar des Tamron und besitze ein ausgezeichnetes Nikkor. Hierbei sei versichert, daß ich keineswegs blind auf einem Auge bin. Im Gegenteil lobe ich zum Beispiel aus eigenen Erfahrungen das Tamron 70-300mm VC als deutlich besser als sein Nikon Pendant AF-S 70-300mm VR. Und bei DX Superzooms ist mir z. B. das Sigma 18-200mm gleichfalls deutlich lieber als das AF-S 18-200mm VR I oder II. So viel zur Neutralität. 
Sicher ist das Nikkor deutlich größer und schwerer, aber eben auch deutlich wertiger verarbeitet. Sein AF ist nicht langsamer und auch nicht lauter, sein VR II Stabi arbeitet sehr gut. 
Die Kombi D610/28-300 VR war mir persönlich aber für lange Urlaubstage auf Städtetour fast grenzwertig schwer. Vor allem wenn ich zusätzlich das manchmal nützliche Sigma 12-24mm II und evtl. nötige Tamron 24-70mm VC mitschleppte. Im Grunde waren aber die letztgenannten eher unnötig, denn fast immer war bloß das sehr gute 28-300mm angeflanscht.

Sicher ist es dunkler als das 2,8'er Tamron, kann weniger freistellen. Bietet aber halt deutlich weiteren Brennweitenbereich. Und sicher ist das Sigma 12-24mm viel weiter und manchmal nützlich. Aber eben bloß manchmal und die Schärfe des Nikkors war auch weitwinklig immer ausreichend gut, wobei die Betonung auf Gut liegt. Es bot eigentlich immer gute bis sogar sehr gute Ergebnisse. Will ich noch mehr, brauche ich nochmals mehr. Dann wird es sehr teuer und in aller Regel auch sehr schwer.

Ich persönlich bin hochzufrieden mit dem tollen Glas. Unten zeige ich in erstem Block ausschließlich Fotos, welche mit dem oft abfällig erwähnten Superzoom gemacht wurden. Oft unbearbeitete JPEG direkt aus der Kamera (Standardeinstellungen mit leichter Schärfeanhebung). Ich weiß nicht, was andere Gläser da großartig anders (besser) gemacht hätten:





























Weitwinkel bei 28mm kann es natürlich auch ganz hervorragend:




Auf jeden Fall sieht man meiner Meinung nach recht eindrucksvoll, daß ein Nikon AF-S Zoom Nikkor 28-300mm f/3,5-5,6G ED VR genau das macht wofür es konstruiert wurde. Nämlich möglichst gute Abbildungsleistungen in allen möglichen Fotosituationen zu bieten. Mehr kann man von einem Superzoom wirklich nicht erwarten und das Nikkor bringt hier wirklich alles was physikalisch möglich ist. 


Für all die Fotos oben, hätte ich mein Tamron SP AF 24-70mm f/2,8 Di VC USD nicht gebraucht. Wohl aber für Freistellung, mehr Details, oder wenn weniger Licht vorhanden war. Unten alles mit dem Tamron Standardzoom, bis auf wenige Ausnahmen offenblendig:



























Für die Weite dann das Sigma 12-24mm f/4,5-5,6 II DG HSM. Wegen des weitwinkeligen Brennweitenbereiches verwendet man es eher selten, dann aber auch sehr gerne. Es ist bei aller Kompaktheit doch sehr scharf und nicht nur in der City überaus hilfreich:

 













Mit den drei Zooms kam ich supergut durch den Urlaub, gereicht hätte zu 90% sogar das 28-300mm. Nicht vermisst habe ich mein Tamron 70-300mm VC oder mein AF 50mm f/1,4. Das 28-300mm war am langen Ende gut genug und das 24-70mm f/2,8 hat mir persönlich genug freigestellt. Nicht auszudenken, die zwei Gläser auch noch mitzuschleppen. Gleichfalls überflüssig für einen Städteurlaub fand ich mein superscharfes Tamron 90mm f/2,8 VC Macro. Auch auf ein Blitzgerät habe ich verzichtet. Das Tamron 24-70mm ist lichtstark genug, selbst das 28-300mm ist mit 3,5-5,6 dank sehr gutem High ISO Verhalten der D610 noch nicht zu dunkel. Die Stabis im Nikkor und Tamron tun ein übriges, denn kein Foto war verwackelt. Weder abends im Zug noch irgendwo in einer dunklen Kathedrale oder schummerigen Gasse. Der AF der D610 traf zu etwa 95% und mit jedem der Objektive. 

Ciao