I am Henning

Sonntag, 15. Januar 2017

Kindelsbergturm und Littfelder See, Fotos im Frost.

An zwei verschiedenen Tagen im neuen Jahr ließ uns das wunderschöne Frostwetter nicht daheim bleiben. Zudem wollte ich erstmals mein neues Standardzoom an der D800 in der Praxis verwenden, das Tamron 24-70mm f/2,8 Di USD VC. Ein tolles Objektiv, das ich später einmal näher vorstellen werde.

Auch im Winter ist das Licht morgens oder abends am schönsten, weshalb wir uns an beiden Tagen beeilten um Vormittags zu schönen Fotos zu kommen. Naheliegend war daher ein Besuch hiesiger Lokalitäten. Die kennt man und weiß wie man schnell hinkommt. So fuhren wir auf den Kindelsberg und anschließend zum Littfelder See, einem unter Naturschutz stehenden ehemaligen Grubengewässer.

Das Tamron hat gezeigt was es kann, wobei das auf die Abbildungsleistungen bezogen ist. Den AF finde ich gar nicht mal so schnell und den Stabi finde ich weniger effektiv als etwa bei einem Tamron 17-50mm VC oder 90mm VC Macro. Wahrscheinlich wirkt der aber bloß so im Sucher, denn den Bildergebnissen nach hat er funktioniert. Oder ich täusche mich ganz einfach.

Eins kann ich aber sagen. Sowohl Kamera als auch Objektiv müssen überlegt mitgenommen werden. Nicht nur ist die Kombi recht schwer, sondern wird der Magnesium Body der D800 im Frost auch deutlich kälter als der Kunststoff Body meiner D3300 etwa. Ob die D3300 mit dem Sigma 17-50mm f/2,8 EX DC OS HSM evtl. die bessere Wahl gewesen wäre, lässt sich im Nachhinein kaum sagen. Die Bildergebnisse wären bei dem guten Licht aber wohl kaum schlechter ausgefallen. Andererseits war ich auch froh, den ausgeprägten Griff der D800 mit Handschuhen zu halten, statt den weit kleineren der 3300. Ich denke jede der Kamera/Objektiv Kombis wäre eine gute Wahl gewesen und die jeweiligen Vor und Nachteile hätten sich wohl aufgehoben. Meine Frau hat mit ihrer Lieblingskombi D3300/Sigma 18-200mm Contemporary sehr schöne Aufnahmen gemacht, die ich hier allerdings nicht zeige. Vielmehr möchte ich diesmal bloß herzeigen, was das tolle Tamron so hergibt. Leider war der Kindelsbergturm selbst geschlossen, wegen Rutschgefahr auf der Aussichtsplattform. Trotzdem hier ein paar schöne Beispielfotos:






Am Littfelder See:



Frost im Detail:






Vergrößert man das letzte Foto stärker, sieht man wunderschöne runde Lichtflecken im Bokeh:


Das Tamron ist also vielseitig genug, der Brennweitenbereich erstmal für vieles ausreichend. Die reine Abbildungsleistung finde ich über jeden Zweifel erhaben. Der Ausschnitt mit den Flecken wurde aus einem schon gecroppten Foto ausgeschnitten, die Schärfe ist für ein Zoom in Wirklichkeit äußerst hoch und liegt auf Höhe meines Macroobjektives Tamron 90mm f/2,8 Di USD VC. Ohne es vergleichen zu können bin ich aber froh, zu rund 600,- Euro gebraucht das noch relativ kompakte Tamron erworben zu haben, als zu rund 300,- Euro mehr ein gebrauchtes Nikon 24-70mm f/2,8. Das wäre etwas größer, deutlich schwerer und vor allem unstabilisiert. Aber darüber evtl. später einmal mehr.

Ciao