I am Henning

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Frostiger Morgen auf der Schlackenhalde (Monte Schlacko - Siegen Geisweid/Weidenau).

Hallo

Neulich hatte ich frei und der Morgen war eisig, aber wunderschön. Kurzentschlossen packte ich die D800 ein (ja, habe wieder eine) und fuhr gezielt los zur Schlackenhalde Monte Schlacko. Bewaffnet mit einem Nikon AF-S 24-120mm f/4G ED VR und wegen zu erwartender wunderbarer Panoramen auch das geile (Entschuldigung) Sigma AF 12-24mm f/4,5-5,6 II DG HSM. 
Beide machten einen sehr guten Job und vor allem das Sigma hat Spaß gemacht. Wirklich superkompakt für ein Superweitwinkel - Zoom (etwa wie ein Nikon AF-S 16-85mm oder 18-200mm), aber saugut verarbeitet und tadellos funktionierend. Superkompakt war hier wichtig, weil der kurze Aufstieg von der Rückseite der Schlackenhalde unbefestigt und rutschig ist und man manchmal beide Hände dafür braucht. Zudem bringt alleine die D800 schon gehörig Gewicht mit, sodaß beim Objektiv jedes Gramm weniger zählen kann.

Hier etwas zur Halde: Monte Schlacko 

Die Location ist hier sehr bekannt und durchaus beliebt, obwohl Privatgelände der Deutschen Edelstahlwerke. Von der darunter herführenden Haupstraße aus sieht man aber immer wieder vereinzelt Leute auf dem Gipfel stehen. Ich selbst bin jedes Jahr mal darauf und mache bei gutem Wetter auch Fotos. Der Blick geht dabei in das sogenannte Hüttental. Dieses heißt so, weil sich hier ehemals Stahlhütte an Stahlhütte befand. Das Siegerland war nämlich lange vor dem Ruhrgebiet das führende Stahlrevier und weltweit bekannt, geriet aber später quasi in Vergessenheit.

Siegerland 

Der Aufstieg ist bloß geschätzte 150 Meter von einer Nebenstrasse aus, aber wie erwähnt sehr steil und vor allem komplett unbefestigt auf teils losem Schlackenmaterial:







Hat man den Aufstieg geschafft, bietet sich ein wunderschönes und mehr als 180° breites Panorama in das Hüttental. Bei schönem Wetter wohlgemerkt. Der Blick geht dabei rechts von Siegen Dillnhütten bis links zur Stadt Siegen selbst Direkt schaut man rechts auf Teile von Siegen Geisweid mit den Edelstahlwerken und links auf Teile von Siegen Weidenau. Durch das Bild zieht sich aus jedem Blickwinkel die Hüttentalstrasse, eine Art Stadtautobahn auf Stelzen:







Der Blick zurück zeigt "bloß" den Gipfel mit den Resten eine Vorrichtung zum Abladen der Schlackemassen der ehemaligen Stahlhütte (Bremer Hütte). Im Hintergrund rechts ist ein Teil der Universität - Gesamthochschule Siegen zu sehen:



Von hinten rechts aus gesehen, kommt man ab einem Drittel des Weges auf ein Plateau. Auch dort mache ich immer wieder gerne Fotos. Das Ganze ist mehr oder weniger sich selbst überlassen und die wenige Vegetation erinnert etwas an die Tundra. Vor allem natürlich im Winter. Man bekommt wenige, aber sehr schöne Motive:







Das AF-S 24-120mm ist dabei zu schönen Nahaufnahmen fähig:






Wie erwähnt sollte aber das Wetter gut sein. Nicht nur wegen den dann weit schöneren Fotos, sondern auch wegen dem sowieso schon leicht rutschigen Aufstieg.

Das 24-120mm war trotz ganz guter Leistungen nur kurz bei mir, es wird gegen ein Tamron 24-70mm f/2,8 VC gewechselt, weil es mir an anderer Location zu lichtschwach war um dauerhaft ein Immerdrauf zu sein. Mein AF-S 28-300mm VR bringt zudem ähnliche Leistungen und ist dabei kaum lichtschwächer als das 24-120mm f/4 (f/5,6 bei 300mm sind ein Wort für ein Superzoom).
Das Sigma 12-24mm dagegen hat mein ehemaliges und schon sehr gutes Sigma 15-30mm ersetzt, bringt brachialen Weitwinkel, ist ultrakompakt und geht dank HSM sogar an der D3300 als Super Weitwinkel Zoom durch. Wegen der geringen Größe sieht es dabei auch nicht albern an der recht kleinen Kamera aus. Ich denke ich werde es hier später einmal genauer vorstellen.

Ciao