I am Henning

Mittwoch, 17. August 2016

Nikon D3400 angekündigt.

Ich möchte gleich sagen, daß ich durchaus enttäuscht bin und meine Erwartungshaltung einen starken Dämpfer bekam. Seit der 3100 bin ich Fan der kleinsten Nikons und besonders der phantastischen D3300. Leider bloß auf Englisch, kann man hier aber nachlesen und nachschauen, daß die neue D3400 eher ein Rückschritt zugunsten extremer Leichtigkeit werden wird:

dpreview 

Der Seite nach verzichtet Nikon zugunsten der Leichtigkeit, vor allem aber wohl zugunsten von mehr möglichen Fotos pro Akkuladung, zukünftig auf den internen Sensorreiniger. 
Blöde, muß ich sagen. Mehrere hundert Fotos bei der D3300 pro Akku reichten mir nämlich immer aus und je nachdem wo es hinging, war eh immer einer der kleinen Ersatzakkus dabei. Zudem war die Sensorreinigung ja auch abschaltbar / konfigurierbar, sodaß man diesen "Stromfresser" beeinflussen und deaktivieren konnte. Auch auf den Anschluß eines externen Mikros verzichtet man wohl zugunsten weniger Gewichtes. Oder was sollte es sonst für Gründe geben?

Enttäuschend sind für mich aber vielmehr die dort gezeigten Produktfotos, die nicht erkennen lassen, daß Nikon der D3400 einen ähnlich guten Griff wie der D5500 spendiert. Vielmehr sieht das Gehäuse der 3300 zum Verwechseln ähnlich. Gerade der Griff, verbunden mit ein paar anderen Verbesserungen, wäre für mich der absolute Kaufgrund gewesen und hätte eine D3400 für mich zur perfektionierten D3300 gemacht. Wo ist aber jetzt ein Kaufgrund? Im Gegenteil hat sich die Erwartungshaltung momentan gegen 0 verschoben, überwiegt erstmal eine satte Enttäuschung.

Ich hoffe doch, es gibt bald mehr Informationen, evtl. andere Produktfotos der neuen Kleinen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 
Sollte sich der Bericht als wahr erweisen, werde ich mir lieber eine gute gebrauchte D3300 sichern, als eine neue 3400 zu erwerben. Da ich die 5500 zugunsten einer 7100 wieder verkaufte, hätte ich sehr gerne wieder eine 3300 als Immerdabei im Kofferraum und für den Urlaub. 

Ciao 

Nachtrag vom 18.08.2016:

Ken Rockwell beschreibt sie begeistert, erwähnt aber halbierte Power des ohnehin schwachen internen Blitzes? Kein Wunder, daß dann im Schnitt mehr Fotos pro Akkuladung möglich sind:

Ken Rockwell 

Tja, die Produktfotos haben nicht getäuscht. Im direkten Vergleich lassen sich optisch nur wenige Unterschiede zur guten 3300 ausmachen:

Compare Camera Size 

Auf den ersten Blick ein etwas anders geformtes Prismengehäuse, schwarzer statt verchromter Auslöser und fehlender IR-Sensor auf dem hinteren linken Rücken der 3400. Leider bestätigt sich hier vor allem, daß es beim zwar guten, aber gegenüber der 5500 doch etwas schlechteren Griff der 3300 bleibt. Schade schade, viele Chancen vertan mich als Kunden zu gewinnen, wo ich die Nachfolgerin doch so ersehnte.

Ciao

Montag, 8. August 2016

Yongnuo YN 50mm f/1,8 für Nikon

Bei Blitzgeräten hat sich Yonguo einen gewissen Namen als Hersteller einfacherer bis durchaus gut ausgestatteter Blitzgeräte gemacht. Ich erfuhr dann kürzlich, daß man nun auch Objektive herstellt. Es handelt sich um zwei Brennweiten von 50 und 35mm für Canon, sowie um ein 50mm f/1,8 für Nikon. Da ich bei Canon nicht bewandert bin, kann ich dazu überhaupt nichts sagen. Das 50mm für Nikon allerdings entpuppt sich auf den ersten Blick als recht dreiste Kopie. Mit dreist meine ich, daß da optisch zu etwa 90% kopiert wurde und auf den ersten Blick bloß Feinheiten unterscheiden. Um mir das näher anschauen zu können bestellte ich ein Exemplar und verglich es ein wenig mit meinem eigenen Nikon AF-S Nikkor 50mm f/1,8G SWM.

Das Glas hat mich 89,- Euro inkl. Versand gekostet. Mein gebrauchtes, aber neuwertiges Nikkor, bekam ich dagegen für 120,- Euro. Der Neupreis bei Amazon liegt momentan bei 219,- Euro:

Amazon - AF-S 50mm.

Das Yonguo bestellte ich über Ebay und bekam es aus Deutschland geliefert, wohl aus einem Lager bei Gummersbach. Wie von chinesischen Händlern fast üblich, kam es leider in einem Blasenumschlag, statt in ordentlichem Karton:


Ohne weitere Umverpackung lag darin der eigentliche Karton und wie zu erwarten hatte er eine  leicht eingedrückte Ecke:




Auch wenn die schwarz goldene Aufmachung des Kartons an alte Nikon Verpackungen erinnert. kann sie keineswegs mit dem großen, dickwandigen Nikon Karton mithalten, in dem dann das Glas nochmal sicher in einem Plastikteil geschützt steckt. Alleine der Größenunterschied spricht Bände:



Innen liegt dann ein Pappdeckel lose auf und das Glas fliegt eher haltlos herum. Es steckt wenigstens noch in einem Plastikbeutel samt Hydrobeutel:





Zwei Papiere auf Chinesisch gibt es auch noch:



Das Objektiv ist von der Form bis zu den Deckeln sofort als Kopie des AF-S Nikkor 50mm f/1,8G SWM erkennbar:




Vorder und Rücklinse sind mit Plastikfolie geschützt. Die hintere geht sehr leicht ab, die vordere wegen des tiefen Tubus eher fummelig. Man muß sie mit dem Fingernagel anheben, was wegen der Vergütung vielleicht schon grenzwertig sein kann:




Hat man sie ab, schaut man durch klare Gläser und auf eine geschlossene Blende:






Um die Ähnlichkeit mal zu verdeutlichen, hier Vergleichsfotos. Sogar die Noname Ersatz - Gegenlichtblende des Nikkores passt wie dafür gemacht, was ja kein Zufall sein kann. Man sieht aber auch, daß dem Glas die abdichtende Gummilippe am Bajonett fehlt:







Es gibt noch mehr Unterschiede. Die Schalter für manuelles und automatisches Fokussieren sind zwar sehr ähnlich. Aber sie sind anders belegt. Beim Nikkor schaltet man nach hinten auf M, beim Yonguo schiebt man den Schalter dafür nach vorne. Zudem deutet schon die Bezeichnung darauf hin, daß man beim Yonguo keine Rutschkupplung erwarten kann, denn beim Nikkor heißt es M/A (Manuell/Automatisch) statt MF (Manuelles Fokussieren) wie beim Yongnuo:



Der AF geht wohl so akkurat wie beim Nikkor, was ich aber nicht ausgiebig testete. Es gibt aber einiges, was das Glas dann doch in die günstige Ecke rückt aus der es kommt:

Schaltet man auf Manuell und dreht am Ring, dreht sich die Skala jeweils genau anders herum. Also etwa nach rechts, wenn man den Ring nach links dreht. Beim Nikkor dreht sich die Skala in gleicher Richtung wie der Fokussring.

Nach kurzem Fokusweg kommt beim Yongnuo in beiden Richtungen ein sehr harter Anschlag, wo man beim Nikkor aber dank Rutschkupplung weiterdrehen kann. 

Schaltet man auf Autofokus, ist der Fokusring komplett lose und leicht klapprig, sowie komplett funktionslos, während man beim Nikkor immer händisch eingreifen und so den Fokus korrigieren kann. Der ist nie lose und dreht sich manuell mit gleich angenehmem Widerstand wie in AF.

Der AF ist deutlich lauter und hat ein mir unangenehm knarrendes Geräusch. Um das zu dokumentieren habe ich ein kurzes Vdeo mit dem Smartphone gemacht:

Youtube, Geräusche Yongnuo - Nikkor.

Ist wohl nicht wirklich dramatisch, mindert aber deutlich mein Vertrauen in die Haltbarkeit der Linse. Diese fühlt sich ja auch wegen dem losen Fokussierring eher etwas klappriger an als das Original. Bedenken kamen mir auch, weil ich gerade erst ein Sigma zum Firmwareupdate weg hatte. Was, wenn das Yongnuo irgendwelche Inkompatibilitäten zeigt? Nach China senden?

Gedanklich hatte ich mich von dem Glas deswegen schon verabschiedet, machte aber noch ein paar wenige Vergleichsfotos. Wie immer keine Testcharts, sondern etwas, was ich in DX auch in der Realität fotografieren würde.

JPEG OOC, Fine, 24MP, ISO 100, komplett unbearbeitet. Ohne Stativ mit AF-C. Jeweils erst das Yonguo. 

Bei 1,8:




Bei 2,8:




Bei 4,0:




Man sieht nicht sehr viel, aber wenigstens so viel, daß es wohl nur auf Pixelebene wirkliche Unterschiede geben wird. CA sind übrigens bei beiden vorhanden und sich sehr ähnlich, wenn auch beim Yongnuo nochmals ausgeprägter. Offenblende 1,8:





Mangels Sonnenschein ließ sich kein Flare provozieren, aber ich sah in anderen Vorstellungen das Glases (Canon Pendant) sehr starke Flare. Bei diesen Gegenlichtaufnahmen gab es dagegen keine Auffälligkeiten. Die sehen fast identisch aus:



Den ganzen anderen Kram teste ich nicht mehr, also Verzeichnung, Flare, Randunschärfen, Bokeh bei versch. Blenden, AF Geschwindigkeit und Treffsicherheit usw.. Am interessantesten wäre natürlich ein richtger Vergleich am Kleinbild gewesen, zwecks Test der Ränder und möglicher Verzeichnugen über die gesamte Sensorfläche.

Das Glas ist mir wegen der Geräusche und leichten Klapprigkeit alleine schon irgendwie unsympathisch und auch weil Service bloß über einen chinesischen Importeur ginge. Ich wollte bloß sehen wie es sich macht. Mein eigenes Fazit sieht so aus, daß mir mein neuwertiges, gebrauchtes Nikkor weit lieber ist. Da weiß man einfach was man hat. Wen das alles nicht anficht, bekommt ein soweit wohl ordentlich abbildenes und neu sehr günstiges Glas. Aber der Aufpreis für das gebrauchte Original ist wirklich nicht hoch. Und das Nikkor bietet schon einiges an Vorteilen (Dichtung, Kupplung, Verarbeitung, Service).

Ciao











Dienstag, 2. August 2016

Wochenende an der Mosel, mit Abstechern nach Luxemburg, Metz (Frankreich), Saarbrücken.

Endlich war wieder Zeit für eine winzige Wochenend - Städtereise. Das bedeutet, daß ich meine Freizeit mit der meiner Frau verbinden konnte, weil unsere Arbeitszeiten zufällig ein gemeinsames Wochenende erlaubten, was selten genug vorkommt. Dies muß daher, wenn möglich, immer genutzt werden. 

Wochen im Voraus hatten wir im kleinen Moselort Trittenheim ein Zimmer gebucht, um es als Ausgangspunkt für Fahrten nach Trier und Luxemburg zu nutzen. Auf der Hinfahrt hielten wir dazu in Koblenz und machten später von Luxemburg noch einen Abstecher nach Frankreich, weil die schöne Stadt Metz dann auch nicht mehr so weit weg lag. Und die Rückfahrt machten wir mit einem riesigen Umweg über Saarbrücken.

Geärgert hatte mich übrigens sehr, daß mein zuvor gebraucht erworbenes Sigma 105mm Macro OS zum Firmwareupdate bei Sigma weilte, weil der AF nicht mit Nikons neuestem Firmwareupdate an meiner D5500 kompatibel war. Makro ohne AF bei 105mm wollte ich mir nicht antun, weil ich die ganzen Tage auch mein Stativ nicht mitnehmen wollte, das bei Fluginsekten eh wenig bringt.
Und mein neu erworbenes Sigma 10-20mm f/3,5 hätte wunderbare Städteansichten beschert, war aber von Conrad noch nicht geliefert worden.

Ich nahm nur das Sigma 17-70mm und 18-200mm mit. Diese waren natürlich wunderbar, können aber weder wirklich Makro, noch wirklich Weitwinkel. Trotzdem war ich mit deren Ergebnissen den Umständen entsprechend zufrieden. Alle Fotos in Saarbrücken machte ich mit dem guten 18-200mm, den Rest mit dem 17-70mm Contemporary. Das 17-70mm habe ich dieser Tage übrigens trotz sehr guter Ergebnisse nun doch wieder durch ein lichtstärkeres und nochmals minimal schärferes Sigma 17-50mm f/2,8 EX DC OS HSM ersetzt.

Trier fiel fotografisch nahezu aus, weil das Wetter an diesem Tag nass und dunkel war und wir auf der Hinfahrt zu viel Zeit in Koblenz verbracht hatten. Das wiederholen wir evtl. später nochmal und bekommen dann vielleicht Fotos hin.

Hier zeige ich jetzt Teile der gemachten Fotos, teils ohne weitere größere Erklärungen. Ich lege dabei weit weniger Wert auf künstlerische als auf dokumentarische Zwecke. Deshalb ist die Auswahl entsprechend und passt nicht immer ganz zusammen. Ich bitte das zu entschuldigen, denn ich möchte nur meine Eindrücke wiedergeben. Alle Fotos diesmal ausschließlich von mir, weil sonst der Rahmen gesprengt würde.

Blumenwiesen auf der Hinfahrt:







Koblenz / Ehrenbreitstein:
















Paßt eher nicht vom Thema her und den Fotos zuvor, lief mir aber an der Uferpromenade in Koblenz über den Weg. Und ich denke es ist recht gelungen und zeigt die Möglichkeiten eines günstigen Sigma Standardzooms auf:


Luxemburg:















Metz:



































Saarbrücken (komplett mit dem Sigma 18-200mm Contemporary):























Ciao