I am Henning

Dienstag, 15. März 2016

Zugegeben, nicht das schlechteste Ergebnis.

Vor Wochen war das Wetter so schön, daß ich mich mit meiner Stieftochter spontan entschloß, eine der hießigen Sehenswürdigkeiten zu besuchen:

Kindelsbergturm, Wikipedia. 

Die Turmgeschichte. 

Wir waren mit dem Auto unterwegs gewesen und hatten, halb verschneit über der Kleinstadt thronend, den Kindelsberg gesehen, der mit weißer Schneehaube lockte. Also schnell mit dem Auto rauf um eine Tasse Kaffe zu trinken und den Turm zu besteigen, der bei gutem Wetter mit grandiosen Ausblicken lockt.

Natürlich hatte ich wieder einmal selbst die kleine Nikon D3300 nicht dabei. So blieb bloß das Smartphone, in meinem Fall ein Samsung Galaxy S6. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Turm hoch schoß ich damit die ersten Fotos, die auf dem Display allerdings nicht zu erkennen waren. Die Sonne stach zu sehr durch die aufgebrochene und eigentlich starke und dunkle Bewölkung vom Himmel und man erkannte einfach nichts auf dem recht großen Bildschirm. 
Im Schatten des Turmes und der Gaststätte dann die Überraschung. Die Bilder sind wirklich nicht schlecht, bedenkt man die Winzigkeit des Sensors und des Objektives davor. Sehr ausgewogene Beleuchtung trotz heftigen Gegenlichtes und absolut ausreichende Schärfe erstaunten mich beim Betrachten der Fotos. Nach einem Kaffe bestiegen wir den Turm und erhielten auch dort mit den Smartphones zumindest für kleine Erinnerungen absolut ausreichende Fotos. 
Ich meine, ich habe schon öfter und früher sehr brauchbare Bilder mit Handys und Smartphones bekommen, bei sehr gutem Licht. Aber bei solchen Lichtverhältnissen wie neulich, hat auch schon manche Belichtungsautomatik in DSLR versagt. Ich hätte nicht gedacht, daß mein Galaxy das so hinbekommt und das hat mich dann doch erstaunt.

Der Weg zum Turm:





Die dunkle Treppe hinauf:



Auf dem Turm:





Der lohnende Ausblick:





Ganz sicher ist solch ein Smartphone nun kein Ersatz für einen vernünftigen Fotoapparat. Die verbauten "Objektive" sind weitwinkelige Festbrennweiten und haben ihre Tücken (siehe den verzogenen und dadurch riesig wirkenden Fuß im zweiten Foto von oben). Die Auflösung ist für Ausschnitte selbst bei niedrigster ISO Zahl kaum ausreichend und das Rauschen beginnt früh und heftig, oder es wird mitsamt sehr sehr vielen Details gnadenlos weggebügelt.
Trotzdem aber, kann es Helfer in der Not sein und bevor man garnichts hat, bekommt man wenigstens diese Fotos.

Ciao

Sonntag, 13. März 2016

Was geht im Kämmerlein?

Hallo allerseits.

Wie ich neulich mitteilte, steht es mit meiner Gesundheit noch nicht zum Besten und ich komme kaum raus um Fotos zu machen.
Wie gut, wenn man ein zweites Hobby hat und sich, wie in meinem Fall, mit traditioneller Nassrasur beschäftigt. Da kann man sich um seine Utensilien kümmern und diese natürlich mit dem Haupthobby verbinden und fotografieren.
Wichtig ist dabei, daß das sehr sehr günstig geht. Da es nunmal da ist, habe ich vieles mit meinem Macroobjektiv Tamron SP AF 90mm f/2,8 Di USD VC Macro 1:1 fotografiert. Es genügt aber auch völlig ein normal scharfes Kitzoom. 

Wichtigste Vorraussetzung für farbenfrohe und kontrastreiche Fotos ist immer noch Licht! Nun kann man sich Lichtboxen besorgen, Lichttische und Leuchten oder gleich Studioblitzgeräte. Es soll aber nicht ausarten, sodaß in meinem Fall ein externes Blitzgerät herhalten muß. Ich besitze momentan das supergute Nikon SB-900, sowie den deutlich komplizierter zu bedienenden, aber günstig erhältlichen Metz Mecablitz 50 AF-1.

Mit beiden kann man die Beleuchtung in Maßen lenken, denn beide haben schwenk und drehbare Reflektoren, sowie weiße Reflektorkarten und ausziehbare Streuscheiben. Das reichte in meinem Fall um das Licht zu lenken und zu beeinflußen.

Ich möchte nicht ganz in's Detail gehen, denn Learning by Doing ist weit besser. Bloß kurz die Einstellungen. Zunächst mag ich farbenfrohe, aber doch eher dunklere Stimmungen mit ausgeprägten Dunkelpartien. Kontraste, um es genau zu sagen. Deswegen stelle ich die Belichtungsmessung mit Zeitautomatik jeweils -1, was meinem Geschmack entgegenkommt. Vorzugsweise betreibe ich die Kameras beim Blitzen aber eh manuell und überlasse viel dem Blitzgerät. Das sieht dann etwa so aus. ISO100, M, 1/200sek, Blende 5 - 11. JPEG Fine in höchster Auflösung und Picture Control auf Standard mit Schärfe auf 5 und Farbsättigung auf +1. Das Blitzgerät auf der Kamera steckend in iTTL. Reflektor gerade nach oben, nach hinten, oder nach links/rechts gedreht. Das ist alles. Je nachdem ob ich Details möchte, oder besonders freistellen, kommt das Makro an die Kamera. Alles andere mit einem der zurzeit vorhandenen Standardzooms (AF-S 24-85mm f/3,5-4,5G ED VR, oder an DX Sigma AF 18-200mm f/3,5-6,3 DC OS HSM Contemporary).

Unter und Hintergrund sind bei mir in aller Regel dunklerer Natur, um die Farben der Objekte mehr leuchten zu lassen. Der Rest ist in der Try and Error, also Versuch macht klug! Die Ergebnisse können sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen, mir haben sie immer ausgereicht. Mal paßt es beim ersten Schuß, mal sind bis zu ca. 25 Fotos nötig um etwas passendes zu bekommen.

Den Rest macht in aller Regel die freie Software PhotoScape 3.7, seltener das gleichfalls freie Nikon ViewNX-i und noch seltener mein Adobe PhotoShop Elements samt einiger Plugins. In aller Regel lege ich einen schwarzen Rahmen um das Bild, schärfe nach, erhöhe Farben und Kontraste, stemple Staub und anderes heraus. Das war es allermeistens schon. Ein Foto ist in der Bearbeitung so in 5 - 10 Minuten so wie ich es möchte und es mir ausreicht. Sicherlich mutet das manchem unzulänglich an und ist es gewiß auch. Ich möchte aber wirklich keinen Aufwand betreiben und wie geschrieben - das Ergebnis reicht mir komplett aus.

Hier Beispiele, die man übrigens fast immer bei Flickr sieht und dort auch die Parameter und Kamera / Glas Kombinationen nachlesen kann. Alles aus der Hand, ohne Stativ oder Fernauslöser.

Zweimal D610, oben mit dem 24-85mm, unten mit dem Tamron 90mm:



Ich finde, die Schärfe eines Kitzooms 24-85mm VR absolut überzeugend:


Zweimal Tamron 90mm, einmal Nikkor 24-85mm VR:




Und die kleine D3300 mit dem Tamron 90mm Macro und dem Metz 50 AF-1:




Das soll Anregung geben, es mit wenig Aufwand selbst zu versuchen. Externe Blitze gibt es gebraucht zu wenig Geld. Wer ganz viel sparen möchte, kann das sogar mit alten analogen Geräten und noch mehr Versuchen tun. Aber da man ein Blitzgerät ja immer mal brauchen kann, halte ich ein iTTL fähiges Gerät für weit sinnvoller und einfacher. Und wie man recht schön sieht, reicht auch ein Kit Zoom aus, es muß nicht zwingend ein Makro ran.

Ciao