I am Henning

Mittwoch, 23. September 2015

Altes Sigma AF 28mm f/1,8 Asph. High-Speed Wide in zwei Versionen.

Heute nochmal kurz eine alte analoge Linse, die aber durchaus digital mithalten kann und die ich in der zweiten Version sogar gerne an der Nikon D610 nutzte.

Es handelt sich um das Sigma AF 28mm f/1,8 Asph. High-Speed Wide. Ein Kleinbild Weitwinkelobjektiv mit schöner Offenblende. Als ich es in Version II an der D610 verwendete fielen mir zwei Dinge auf. Es ist schon offen sehr scharf und läuft bei 2,5 zur Hochform auf. Dabei gibt es kaum Verzeichnungen und vor allem fast keine CA, was für ein älteres analoges Glas schon allerhand ist. 

Bis kürzlich wußte ich nicht einmal, daß es zwei Versionen gibt. Und ich weiß auch nicht die genauen Unterschiede, bis auf die äußerlich erkennbaren. Feststellen konnte ich aber, daß die zweite Version einen schnelleren Stangen AF besitzt. Das fiel mir sofort auf. Die erste Version ist gemächlicher, aber lange nicht so langsam und laut wie etwa das noch ältere Sigma AF 24mm f/2,8 Super Wide II. Im Gegenteil ist beider AF von der eher leiseren Sorte, soweit man das beim alten Antrieb sagen kann. Und bei Version II fand ich den Hinweiß auf "D", was bedeutet, daß es die Entfernung an die Kamera und damit speziell an die 3D Color - Matrix - Belichtungsmessung meldet.

Die äußeren Unterschiede zeige ich gleich wie immer anhand von ein paar Fotos. 
Was beide leider gemeinsam haben ist diese mit der Zeit leicht klebrig gewordene Gummilackierung am Body. Nikon hatte das mal so ähnlich an Kameras (F90/90x z. B.) und Sigma halt an einigen Objektiven. Die ist zunächst sehr griffig, fängt später aber leider an zu kleben. Es geht zwar, aber es ist ein etwas unangenehmes Gefühl. Wenn die Objektive kalt sind und beschlagen, fällt es um so mehr auf.

Der erste Unterschied zwischen den Versionen besteht schonmal bei der Verpackung. Links die hellere mit weniger Beschriftung ist die ältere:


Beide Gläser sind komplett, mit OVP halt und den originalen Gegenlichtblenden. Die erste Version links, ist etwas kürzer und hat ein Fenster, unter dem sich die Fokusskala befindet. Bei der zweiten Version befindet sich diese auf dem Fokussierring. Beide haben zudem eine Schärfentiefenskala, die man heutzutage leider immer weniger findet. Bis über den Blendenring sind beide gleich, darüber hat die Version II den längeren Body. Vielleicht besitzt es ja eine andere Linsenrechnung oder ein Zusatzelement. Die jeweilige Gegenlichtblende hat bei beiden die gleiche Form und Abmessung, bloß verschiedene Oberflächen. Sie sind gegenseitig kompatibel:



Die Vorderseiten haben bis auf die Beschriftung große Ähnlichkeit. Wenn man durch das Glas bis zur Blende schaut, scheinen sie identisch zu sein, auch der Filterdurchmesser beträgt jeweils 58mm. Wahrscheinlich sind sie verschieden vergütet, denn das Licht spiegelt sich auf der Frontlinse in verchiedenen Farben: 


Die Rückseiten sind auf den ersten Blick gleichfalls gleich, aber die Rücklinse der Version II ist knapp 2mm breiter. Evtl. bestätigt das die Vermutung einer anderen Linsenrechnung?


Ich muß mit Zeit einmal danach googeln. Was ich sagen kann ist, daß zumindest die Version II an meiner D610 wirklich toll war. Schnell fokussierend, offen, scharf und mit schönen Farben und eher keinen Verzeichnungen gesegnet. Unten ein paar Beispielfotos. 
Ich weiß nicht genau ob man es auf den hier leider nur recht klein möglichen Fotos sieht, aber ich finde, daß die Linse diesen gewissen 3D Effekt eines Vollformatsensors richtiggehend unterstützt. Und auch das Bokeh ist mehr als gelungen, da gibt es deutlich schlimmeres bei Altlinsen:






Auch offen zeigte Version II was sie kann:




Nicht schlecht für relativ günstiges Altglas und wie gesagt fast ganz ohne CA.

Wer sich dafür interessiert muß auf Ebay oder Foren Glück haben, denn da sie hoch offen sind, haben sie immer noch einen höheren Preis als einfachere Gläser. Version zwei bekommt man für 80 - 120,- Euro, Version I evtl. günstiger.

Version I werde ich verkaufen, da ich lieber den schnelleren AF des zweiten Modelles möchte und bei diesem Glas auch schon weiß was ich habe. Ich bin gespannt wie es sich an DX machen wird. 

Ciao 

Nachtrag vom 16.12.2015:

An DX noch nicht verwendet, gibt es noch zwei aktuelle Beispiele von Version II im Gebrauch mit der D610. Die Schärfe ist an den Fokuspukten brillant, das Bokeh sehr angenehm:



Version II nehme ich übrigens bevorzugt wegen dem etwas schnelleren AF.

Ciao

Dienstag, 22. September 2015

Gegenlichtblende/Filterhalter für Nikon Coolpix A.

Wie versprochen melde ich mich mit einem Zubehörteil für die schöne Nikon Coolpix A.

Schon der Aufstecksucher von Nikon ist indiskutabel teuer (299,- im Nikon Store!!!). Der gebraucht gekaufte und genau so gute Ricoh GV-2 Aufstecksucher kostete kein Drittel davon. 
Ähnliches auch bei der Kombination aus Filterhalter und Gegenlichtblende für die Nikon Coolpix A. Beides zusammen wird bei Nikon zu 79,- Euro gelistet. 

 Nikon Store

Deutlich günstiger, nämlich mit 31,- Euro weniger als die Hälfte (inkl. Versand) geht es als China Kopie bei Amazon. Geliefert wird am nächsten oder übernächsten Tag aus Deutschland. Über Ebay und aus China oder den USA wäre es teurer gewesen und hätte Wochen gedauert:

Amazon, Filterhalter/Geli Coolpix A

In der üblichen Umverpackung von Amazon kam das Teil zwei Tage später in meiner Packstation an. 
Ausgepackt war es dann etwas größer als erwartet und unerwartet gut verarbeitet. Sehr gut sogar. Die Paßstifte zum Ansetzen an die Kamera passen genau, das Gewinde des Filtertubus ist absolut passgenau und trotzdem leichtgängig und die Gegenlichtblende läßt sich wunderbar stramm und gleichzeitig geschmeidig satt aufsetzen. So muß das sein, so macht das Freude. Die übrige Verarbeitung was Material und Oberflächen angeht steht dem in nichts nach, das Teil ist nicht billig, sondern absolut preiswert zu nennen.

Unten abgebildetes bekommt man geliefert. Die Firma JJC hat sich wie etwa auch MeiKe oder Yongnuo inzwischen als chinesischer Hersteller/Lieferant einen sehr guten Namen gemacht. Ich hatte bereits einige Nachbau Gegenlichtblenden aus Kunststoff, die allesamt einen sehr guten Eindruck machten und den Originalen nicht nachstanden (außer im Preis). Hier handelt es sich weniger um eine Kopie, als vielmehr um einen ähnlichen Nachbau:


Die kleinen Paßstifte und deren Gegenparts an den Objektivseiten. Wichtig ist, daß ein kleiner Strich/roter Punkt auf dem Tubus oben steht, sonst kann man die Geli später nur verdreht ansetzen. An der Kamera muß vorher der Gewindering abgeschraubt werden:



Genaues ansetzen ist wichtig. Das Feingewinde benötigt einige Umdrehungen, dann sieht das Ganze so aus und man kann etwa einen UV oder Grau - Filter aufdrehen. Das Filtergewinde beträgt dafür 46mm.
Deutlich erkennbar, das Bajonett zum Ansetzen der Gegenlichtblende. Beide Teile sind aus recht dickem Aluminium und trotzdem sehr leicht:



Wie schon erwähnt, läßt sich die Gegenlichtblende anschließend sehr satt aufdrehen, das macht wirklich Freude. Das Ganze wirkt wie aus einem Guß. Der Fokussierring bleibt übrigens absolut leichtgängig, er wird nicht beeinträchtigt:




Filter werde ich kaum verwenden und ich weiß nicht mal ob die Gegenlichtblende wirklich nötig ist. Wichtiger war mir, die kleine Linse optimal zu schützen. Auch geschlossen, wenn die empfindlich dünnen Schließlamellen vor dem Objektiv hängen. Jetzt ist alles bestens geschützt, dank widerstandsfähigem Aluminium:



Und mal ehrlich jetzt, das sieht doch wirklich nicht schlecht aus, oder?


Ciao

Nachtrag v. 24.09.2015:

Wunder gibt es immer wieder und so fand ich zufällig doch noch einen Verkäufer, der das Original neu für rund 41,- Euro im Angebot hatte und kaufte das einzig verfügbare Exemplar. Eigentlich hatte ich nach einer Ledertasche gesucht.

Amazon 

Ich melde mich an dieser Stelle wenn es eingetroffen ist.

Ciao 

So, wie versprochen melde ich mich zur originalen Filterhalter - Gegenlichtblende Kombi. Kam gestern an und macht einen zwiespältigen Eindruck. Zwar wirkt die Oberfläche des Teils wertiger, eher wie Edelstahl als Aluminium. Aber wenn man in die Details geht, kommt doch auch viel Kunststoff an's Tageslicht, den man beim günstigen Chinateil nicht hat. 
Ich zeig's einfach mal her, dann sieht man was ich meine.

Das bekommt man von Nikon. Glücklicherweise hierbei zu einem sehr sehr günstigen Neupreis, der normalerweise bis doppelt so teuer ist. Wie oben erwähnt, bekam ich das aber abslut neu für keine 41,- Euro inkl. Versand:




Im direkten Vergleich macht das Nikon Teil optisch mehr her, was aber auch Geschmackssache ist. Es ist halt blank poliert, wo die "Kopie" eher mit rauer Oberfläche daherkommt. Beider Filterdurchmesser beträgt übrigens 46mm:



Die Oberfläche der Gegenlichtblende ist bei beiden rau. Beim Nikon Pendant aber feiner als bei der Kopie. Die Nikon Geli ist gleichfalls eckig, aber ganz anders. Sie ist oben und unten nach innen geformt:



Die beiden Tuben sind recht massiv gearbeitet, die Wandstärke beim Plagiat aber immer etwas dicker als beim Original. Wegen Streulichtgefahr sind beide innen schwarz lackiert, der Nikon Tubus hat sogar eine Verblendung an die das ausgefahrene Objektiv reicht:



Diese wirkt von vorne wie eloxiertes Aluminium, entpuppt sich aber als sehr dünnes Teilchen aus Spritzkunststoff:




Wo das Chinateil komplett aus dickerem Aluminium besteht, leistet sich Nikon trotz weit höheren Preises sogar ein angeschraubtes Plastikbajonett an der Gegenlichtblende:




Wie schon die Kopie, kann man auch das Original ohne Geli als reinen Filterhalter/Objektivschutz verwenden. Nicht zu unterschätzender zusätzlicher Vorteil eines Filters ist übrigens, daß man dadurch auch das Eindringen von Staub größtmöglich verhindert, da das Objektiv ja wie unter eine Käseglocke geschützt ist. Es gibt nicht wenige Kompakte, die zum Service müssen, weil sich zwischen den Tubensegmenten doch irgendwann ein Staubkorn bis auf den Sensor verirrt. Fatal bei nicht abnehmbaren Objektiven:



An den Filterhalter wird auch die Originalblende mittels zweier Markierungen angesetzt. Beim Nikon ist sie weit besser erkennbar als bei der Kopie Die Kreuzschlitzschrauben halten übrigens das Plastikbajonett. Den wirlich deutlich massiveren Eindruck hinterläßt hier die Kopie, bei der die Gegenlichtblende satt und sehr geschmeidig aufdrehbar ist. Die Nikon Geli läßt sich fast widerstandsfrei aufdrehen und wackelt zudem hinterher leicht:




Angesetzt wirkt sie moderner als die Kopie, aber beide erfüllen den gleichen Zweck. Zusammen mit einem 46mm UV Filter wird das kleine und empfindliche Objektiv perfekt geschützt. Besser geht es nicht mehr:





Da sie nach innen abgewinkelt ist, sieht man die Nikon Geli durch den Ricoh Sucher überhaupt nicht. Die Kopie sieht man so gerade am untersten Rand, was aber in keinster Weise stört.
Ich verwende nun das Modell von Nikon. Dank wackligerer Verarbeitung mit Teilen in Kunststoff habe ich weniger Vertrauen in das Teil und halte mir die Kopie als Ersatz.

Ciao



Dienstag, 8. September 2015

Nikon AF-S DX Nikkor 18-140mm f/3,5-5,6G ED VR

Das o. a. DX Objektiv wollte ich schon länger einmal ausprobieren, fand es aber immer ausgesprochen teuer. Zwar bekommt man es neu bei Amazon im Moment "schon" für 357,- Euro, aber bei Nikon selbst ist es immer noch mit unsäglichen 619,- Euro gelistet:

Amazon

Nikon

Da ich als kleiner Privat - Fotoamateur ja nicht mit Neuware versorgt werde, blieb also bloß Gebrauchtkauf. Hier lagen die Gebrauchtpreise lange auf höherem Niveau. Die Linse war neu und daher recht begehrt. Ein Grund dafür ist auch die etwas bessere Verarbeitung und Ausstattung gegenüber dem immer noch beliebten AF-S DX 18-105mm f/3,5-5,6G ED VR.

Nun hatte es endlich geklappt und ich konnte eines wegen anderer Verkäufe relativ günstig in einem Forum erwerben. Nicht mal zwei Monate alt, also fast noch neu.

Hat man es alleine in der Hand, erinnert es wirklich sehr an das 18-105mm. Nimmt man das ältere Objektiv aber hinzu, sieht man schnell, daß das 18-140 am Korpus minimal breiter und insgesamt deutlich länger ist und auch etwas mehr Gewicht hat. Das alles wirkt sich aber keineswegs negativ aus. Zudem ist es mit Metallbajonett und abdichtender Gummimanschette deutlich besser ausgestattet. Beim AF fand ich keine Unterschiede, der Stabi scheint beim 18-140mm aber besser zu arbeiten. Das meine ich aber rein aus dem Gefühl, ohne es genauer getestet zu haben.

Nikon liefert unverständlicherweise auch beim 18-140mm keine Gegenlichtblende mehr mit, wie schon beim 18-55mm VRII. Das ist schade, denn gerade bei solchen Pfennigsartikeln sollte man eben nicht sparen. Das verärgert bloß und statt beim teuren Original werden daher gewiß einige Kunden bei weit weit günstigeren chinesischen Kopien auf Ebay zuschlagen. Wenn man das Teil zum 1/10 des Originalpreies bekommt, wartet man gerne mal zwei drei Wochen auf die Lieferung aus China oder bestellt wenig teurere Chinaware in England oder Deutschland.
Egal, Nikon verfährt hier seit neuestem halt wie Canon schon lange und es ist müßig sich darüber aufzuregen, weil man ja doch nichts daran ändern kann.

Hier das Glas mit seiner OVP und der Geli des 18-105mm meiner Frau. Der übliche Anblick eines Nikon Kit - Zooms. Billiger ist das 18-55mm verarbeitet, deutlich besser aber mein ehemaliges FX 24-85mm oder das nagelneue DX 16-80mm:




Die Beschriftung ist in der zurzeit üblichen Weise ausgeführt, also vorne golden und hinten weiß. Wie sehr viele Nikkore kommt es aus dem Werk Thailand und nicht aus Japan oder China:



Die Ähnlichkeit zum 18-105mm VR oder dem alten und unstabilisierten 18-135mm ist auf den ersten Blick frappierend. Stellt man das 18-105mm aber daneben, sieht man die etwas unterschiedlichen Dimensionen:




Das 18-105mm ist vorne nicht beschriftet, es hat eine sehr weiche Randabdeckung, die bei unvorsichtigem Putzen übrigens sehr gerne unschön einknickt oder sogar einreißt. Das 18-140mm hat vorbildlicherweise die eher übliche Einfassung aus Kunststoff, mit aussagekräftiger Beschriftung. So mag ich das. Sie teilen nicht nur die gleiche Gegenlichtblende HB-32, beider Filterdurchmesser beträgt auch 67mm obwohl das 18-140 minimal breiter ist:



Hinten die noch größeren Unterschiede. Das 18-140mm hat ein vorbildliches Metallbajonett und eine Dichtmanschette aus Gummi (Weichkunststoff), die gegen Staub und Spritzwasser schützen soll. Das Plastikbajonett des 18-105mm ist dagegen geeignet, für mehr Abrieb zu sorgen, der in den Spiegelkasten und damit auf den Sensor gelangen kann:




Das sind die Hauptunterschiede in der Ausstattung und den Dimensionen. In der Bedienung sind sie ansonsten gleich. Beide haben auch die üblichen seitlichen Schalter für AF und VR, die aber leicht verschieden gestaltet sind:




Ich habe eine Reihe Probeaufnahmen gemacht. Alle geblitzt bei ISO 100 und jeweils bei Offenblende, f/5 und f/8, sowie an 18mm, 50mm und dem jeweiligen langen Ende. Ohne Stativ und in einem Zimmer. 
Beurteilt habe ich für mich jeweils bloß die Schärfe, weil Verzeichnung und Vignette bei meiner Art mit JPEG zu fotografieren sowieso von der Kamera korrigiert werden. Beide liegen insgesamt etwa gleichauf, die Unterschiede sind zu marginal um sie hier herzuzeigen. Wer möchte und einen großen Emailspeicher hat, dem sende ich aber gerne die originalen JPEG aus der verwendeten D7000.

Beim Test an meiner D7100 machte ich dann noch ein paar Vergleichsaufnahmen zwischen dem 18-140mm und meinem Sigma C 18-200mm f/3,5-6,3 DC OS HSM und wurde hier ziemlich überrascht. 
Das 18-200mm sollte als Superzoom eigentlich eher schlechter abbilden, oder bestenfalls in einigen Brennweitenbereichen vielleicht gleichauf stehen. Hocherfreut stellte ich aber fest, daß es am kurzen und am langen Ende sogar schärfer abbildet, während man in mittleren Brennweiten eher gleichauf liegt. 
Natürlich war das keine wirkliche Testreihe am Stativ und unter absolut gleichen Bedingungen, aber halt doch so wie ich üblicherweise fotografiere. Und damit für mich selbst dann doch durchaus aussagekräftig. 

Hier die Vergleichsaufnahmen. Jeweils indirekt geblitzt, ISO 100, Offenblende, bei 18, 50 und 140mm (beim Sigma 135 und 200mm). Alles komplett unbearbeitete JPEG in voller Auflösung, zur besseren Verdeutlichung jeweils ein Ausschnitt darunter:

Sigma 18-200 bei 18mm f/3,5:




Nikon 18-140 bei 18mm f/3,5:


 Sigma bei 46mm f/4,5:


Nikon bei 50mm f/4,5:


Sigma bei 135mm f/5,2:


Nikon bei 140mm f/5,6:


Damit ist beim Nikkor Schluß. Ausgesprochen gut sieht es bei den 200mm des Sigma aus, welche dieses mehr liefert. Man sieht aber auch, daß 200mm gegenüber 140mm jetzt nicht so eine dramatische Steigerung sind. Ähnlich verhält es sich bei 200mm zu 300mm, wo man auch mehr erwartet als man letztlich bekommt.
Sigma bei 200mm f/6,3:

Im Ausschnitt sieht man deutlich, daß das Sigma bei 200mm schärfer abbildet, als das Nikkor bei 140mm:

Und ein noch größerer Ausschnitt:

Damit enttäuscht mich das 18-140mm aus zwei Gründen. 
Erstens muß es sich einem Superzoom geschlagen geben, oder leistet zumindest nicht mehr als dieses. 
Zweitens ist es bloß besser ausgestattet als das weit günstigere Nikon 18-105mm VR, wobei das Mehr an Brennweite vernachlässigbar ist. 
Wer es sich neu im Kit mit Kamera kauft ist durchaus gut bedient. Wer aber das 18-105mm schon hat, sollte sich den Mehrpreis gut überlegen. Optisch wird er sich eher nicht verbessern, bloß der Stabi scheint besser zu sein. 

Besonders freue ich mich, daß ich in meiner hohen Meinung gegenüber dem Sigma 18-200mm Contemporary bestätigt wurde. Schon die ältere Version war absolut empfehlenswert und steckte das viel teurere Nikon 18-200mm VR und VRII locker in die Tasche. Das Contemporary ist nochmals besser und dabei deutlich kompakter als sein Vorgänger. Es ist mit rund 340,- Euro neu bei Amazon auch ein recht günstiges Allroundglas mit überraschend guten Eigenschaften. Tagsüber das Sigma 18-200mm und Abends oder in Gebäuden das lichtstarke Sigma 17-70mm 2,8-4 scheint mir eine sehr gute Urlaubskombi zu sein. Dazu noch mein gutes Sigma 10-20mm und man ist für fast alles gewappnet.
So geht das Nikon 18-140mm wohl zum nächsten Besitzer.

Ciao