I am Henning

Montag, 29. September 2014

Lohnt sich doch, meine Notkamera.....

Heute Morgen war es das erste mal soweit und ich habe auf meine Notkamera im Handschuhfach zurückgegriffen. Auf dem Weg zu meiner Mutter ergaben sich wunderbare Motive in Nebel und Morgensonne und ich hatte leider weder D610 noch D3200 dabei. Aber halt wenigstens die olle D3000 samt AF-S DX 18-70mm.
Das Licht war noch schwach und Morgennebel waberte im Tal, aber Kamera und Objektiv gaben her was ging. Wahrscheinlich hätte man in RAW weit mehr herausholen können, aber das ist halt nicht mein Ding. Da die 3000 eh bloß in 10MP auflöst, habe ich nicht verkleinert, bloß einiges Panoramaartig beschnitten, schwarz gerahmt, Kontraste verstärkt, nachgeschärft und teils Filmeffekte aus PhotoScape verwendet:





 









Hat sich also meiner Meinung nach schon gelohnt, eine Not-DSLR im Handschuhfach dabei zu haben. Allerdings werde ich wohl sehen, mal günstig an eine D3100 zu kommen. Die bietet doch nochmals vernünftigere Bildqualität, denn croppen war bei den pixeligen Bildern aus der D3000 kaum mehr möglich. Oder vielleicht eine 5000, mit dem CMOS Sensor der D90/300. Hierbei bin ich jetzt wirklich froh, mich nicht auf eine der alten 6,2MP Kameras beschränkt zu haben (D40, 50, oder 70) und wenigstens den letzten und höchstaufgelösten CCD Sensor dabeigehabt zu haben. Und für ihre Verhältnisse hat die kleine D3000 dann ja einen ganz guten Job gemacht. Dabei mag ich allerdings nicht dran denken, was meine D610 etwa mit dem sauscharfen Sigma AF 28mm f/1,8 Asph. High-Speed Wide aus den Motiven geholt hätte.

Ciao

Sonntag, 28. September 2014

Ich mag es (jetzt), das Nikon AF-S Zoom-Nikkor 24-85mm f/3,5-4,5G ED VR.

An jeder bisherigen Kamera hatte ich ein Midrange Standardzoom. Eines das mir an genau dieser Kamera durch optische und technische Leistungen, sowie Haptik und Äußerlichkeit gefiel. 
An der D300s das Tamron 17-50mm VR, an der D700 das Nikon AF Nikkor 24-85mm D, an einer D80 das Sigma AF 18-50mm 2,8-4,5 DC OS HSM, oder an der D600 das Tamron AF 28-75mm 2,8 und an der D7100 das wirklich supertolle Sigma 17-70mm 2,8-4 DC OS HSM.
Die verschiedenen Gläser passten zu den verschiedenen Kameras immer wie die Faust auf's Auge. Aber das Tamron 17-50mm VR gefiel mir z. B. an meiner D7000 überhaupt nicht. Genauso wie das Nikon 24-85mm D an der D600 nicht gefallen wollte, weshalb das Tamron 28-75mm dafür gebraucht angeschafft wurde, auch mit seiner Haptik gefiel und super optische Leistung brachte.
Zu meiner D610 kaufte ich gebraucht zeitgleich mein Nikon AF-S Nikkor 24-85mm f/3,5-4,5G ED VR. Lange dachte ich, daß es wieder nicht paßt. Die Haptik ganz anders als das 24-85mm D, der Af sowieso. Das sehr schöne Nikon 24-85mm D hatte ich als an der D700 wohl vermeintlich schärfer in Erinnerung als das ganz andere 24-85mm VR jetzt an der D610.

Es hat lange gedauert, mehrere Monate. Aber letztlich habe ich mich daran gewöhnt und es endlich in mein Herz geschlossen. Vielleicht liegt es auch daran, daß das 24-85mm VR gegenüber dem 24-85mm D groß und schwer ausfällt und zusammen mit dem Batteriegriff eine doch recht schwerwiegende Einheit bildet. Aber, der VR ist klasse, der AF ist sehr schnell, Vignettierungen und Verzeichungen liegen im üblichen Rahmen, Farben und Kontraste sind toll, das Bokeh mehr als brauchbar. Es hat einen stabilen Body, sogar mit Dichtmanschette am Bajonett.

Ein Midrange Standardzoom soll Allrounder sein, muß einen mittleren Brennweitenbereich gut abdecken und dabei gute optische Leistungen bringen, ohne allzu lichtschwach zu sein. Passt alles, ist es meistens das eine Objektiv, daß man in Verbindung mit dieser einen Kamera nicht wieder verkauft. Eine Offenblende von 3,5 wird oft belächelt, ist aber genau genommen nicht so viel nachteiliger als eine 2,8. Die 2,8 oder sogar 1,8 ist aufwändig, vor allem wenn sie durchgehend sein soll. Es braucht große und damit schwere Gläser und teils besonderes Glas. Wer sich mal ein AF-S Nikkor 24-70mm f/2,8 angeschaut hat, der weiß wovon ich spreche. Es wird oft als kompakt beschrieben, aber das ist es für mein Empfinden ganz gewiß nicht. Der Blick auf den Kaufpreis zerstört dann meistens sämtliche Kaufambitionen. Ich sage mir immer ganz klar, ich bin kein Profi und will nicht mal als Amateur das allerletzte herausholen und optiomalste Bildqualität. Ich mache keine Posterausdrucke und selbst wenn, dann bräuchte ich dabei keine Profiqualität. Welchen Sinn würde also ein solches Objektiv für mich machen? Groß und schwer, teuer und wertvoll. Ich hätte ständige Angst darum und wäre bei manchem Einsatz gehemmt es zu benutzen. Und ja, wenn ich das Geld hätte, würde ich mir sofort eins kaufen :-). Aber, trotzdem hätte ich immer ein ungutes Gefühl, wäre übervorsichtig.

Ein 24-85mm f/3,5-4,5 VR bietet ja wahrscheinlich doch weniger Bildqualität, aber dafür quasi immer eine mir völlig ausreichende. Es ist gebraucht zu etwa 250,- Euro zu bekommen, wo das 24-70mm das vierfache kostet und dann aber z. B. keinen Stabilisator bietet. Vor allem aber muß man doch keinen solchen Betrag ausgeben um etwa Alltäglichkeiten wie eine Geburtstagsfeier abzulichten.
Gestern habe ich einer solchen mal wieder beigewohnt. Wie immer kurz überlegt ob es die D610 sein soll, oder die D3200 doch ausreicht. Da das Wetter nicht ganz abschätzbar war, wurde es wegen weit besserem High ISO die 610. Dann noch überlegt ob es das AF 28-200mm G oder das 24-85mm VR sein soll und wieder wegen Wetter und möglicherweise fehlendem Licht das 24-85mm gewählt.
Beides hat wie die Faust auf's Auge gepasst, denn teils ging es in ISO - Automatik bis ISO 3200 hoch, was die 610 ohne sonderliches Rauschen meistert (Limit ist von mir bei ISO4000 eingestellt). 
Klar, das Licht hat tagsüber weit ausgereicht und teils diesen schönen "Goldener Oktober" Touch schon Ende September gehabt. Trotzdem hat mich mein 24-85mm VR dann gestern endgültig überzeugt.
Einfach alles stimmte für mich, egal ob Farben, Verzeichnungm, Schärfe, Kontraste, Auflösung, AF-Leistung. Unten habe ich Beispielbilder von gestern. Alle direkt aus der Kamera, ohne jegliche Bearbeitung außer Verkleinerung und Beschneidung mit PhotoScape. Die großen sind nach Verkleinerung auf 3000 Pixel nicht nachgeschärft worden, waren in Originalgröße also nochmal schärfer. Und die Ausschnitte sind jeweils weder vergrößert noch verkleinert worden und ebenfalls komplett ungeschärft.
Und, bitte nicht vergessen, an jedem Objektiv hängt eine Kamera dran. Hierbei muß ich wieder meine D610 loben, die mit schnellem AF, sauguten JPEG und allgemein klasse Haptik und Bedienbarkeit begeistert und ein sehr sehr zuverlässiger Begleiter ist. Letztlich ermöglicht ja erst ihr super 24MP Sensor diese Auflösung usw.. Die Kamera stand gestern teils auf A oder auch P (Zeit und Programmautomatik), Picturecontrol teils auf Neutral, aber auch auf Vivid (lebhaft) mit leichter Schärfeanhebung. Und wie erwähnt, ergänzt sie sich halt super mit dem 24-85mm VR.

Das zweite Foto ist ein Screenshot, um zu verdeutlichen wie weit man bei einer 24MP doch ausscshneiden kann, ohne hier das Limit erreicht zu haben. Das dritte ist dann genau dieser Ausschnitt:




Farben und Klarheit, sowie die Dynamik im leichten Schatten überzeugen mich sowohl vom Objektiv, als auch von der Kamera:



Fokussiert wurde auf den Bereich des rechten Auges des Jungen:



Fingerdetails:



Man beachte auch das Rot, das absolut der Realität entspricht und alle Schattierungen zeigt. Früher ein bekanntes Problem bei Nikon. Und wieder die Details:



Farben, Kontraste, Schärfe und die erkennbare Textilstruktur (Auf einem T-Shirt!):



Sicher wird jetzt mancher Profi die Nase rümpfen und dies und das bemängeln. Aber ich bin halt keiner und einfach nur wirklich hochzufrieden mit meinen Ergebnissen.
Eines noch zum Schluß. Das 24-85mm wird oft als Kit-Zoom benannt und ungeprüft sofort als solches belächelt. So schon oft gelesen, im DSLR - Forum etwa. Das ist meiner Meinung nach nicht richtig. Es wird zwar zusammen mit der D610 oder 810 als Kit verkauft, aber alleine die Verarbeitung (z. B. Staubmanschette) ordnet es mindestens zwei Klassen höher ein als übliche und typische Kit-Objektive. Wer ein AF-S 18-55mm VR und selbst ein AF-S 18-105mm VR kennt, der weiß exakt was ich meine. 

Ciao

Sonntag, 14. September 2014

In den Nebenrollen: Nikon D3200 und 3000.

Hauptrolle spielt bei mir momentan und wohl auf Dauer unzweifelhaft die D610. Wenn es um High ISO und beste Bildqualität geht, haben meine beiden kleinen Nikons keine Chance. Deswegen habe ich auch mehr und bessere FX als DX - Objektive.
Trotzdem haben sie aber auch ihre Daseinsberechtigung, denn tolle Fotos können beide abliefern. Insbesondere die D3200. Es kommt bloß auf die Umstände an. Bei gutem Licht reichen die 10MP Auflösung und die ISO - Fähigkeiten der D3000 allemal aus, mit der 3200 geht es bei gutem Licht auflösungsmäßig deutlich weiter. Ab etwa ISO 400 aber beginnt sie schon langsam zu rauschen und von dem Mehr an Auflösung hat man immer weniger je höher die ISO gehen, weil die dann fast unvermeidliche Rauschunterdrückung die letzten Details unterdrückt und vermatscht. Das ist so nicht mal negativ gemeint, schließlich geschieht das bei allen anderen Kameras genauso, aber halt etwas später oder wie bei der D610 sogar viel später.
Leider habe ich keine D3100 hier, denn eigentlich ist sie der beste Kompromiß zwischen diesen nicht mehr aktuellen kleinen Nikons, geschlagen bloß von der neuen D3300. Die 14MP rauschen etwas später als bei der D3200 und das ist kein Wunder, Schließlich ist das bloß etwas mehr als die Hälfte von deren Auflösung. Die D3100 hat zwar noch das schlechter aufgelöste, aber durchaus ausreichende Display der 3000. Sie reagiert aber weit schneller mit der Bildanzeige, weil sie u. a. den schnelleren Bildprozessor hat. Sie hat schon LiveView und Video und kann eigentlich alles besser als die D3000. Die 3200 schlägt sie aber eigentlich bloß beim Rauschen. 
Bei einem Gebrauchtkauf einer der kleinen Nikons kommt es letztlich bloß darauf an was einem wichtig ist. Die 6MP D40 lasse ich mal bewußt außen vor, aber alle anderen kann man auch heute noch als gute Gebrauchte oder neu im Abverkauf erwerben. Die aktuelle D3300 sowieso, die wirklich schnell ist und ein sehr sehr gutes Rauschverhalten hat. Aber glücklich werden kann man halt auch mit den D40x, 60, 3000, 3100 und 3200. Und es gibt auch viele, die schwören auch noch auf die 6MP Nikon D40, aber das ist halt nicht mein Ding, 10MP meine persönliche Grenze.

Die 3000 ist keineswegs altbacken oder unmodern, was auch am großen 3" Display liegt. Die Grundform und Größe hat sich seit der D40 eher nicht geändert und bis zur D60 bloß die Bezeichnung, aber mit fast jedem neuen Modell nach der D60 wurde immer hier und da am Design geschliffen. Ab der 3000 wirken alle kleinen Nikons moderner und immer noch up to date. LiveView sowie Video brachten natürlich zusätzliche Bedienelemente und Menuepunkte mit sich. Ab der D3100 gab es endlich hinten ein Daumenpad, wo vorher glatter Kunststoff eher wenig Halt bot.

Man sieht deutlich, daß die 3000 keineswegs unmodern ist und lange nicht mehr so kantig wie D40, 40x und 60 daherkommt:


Die Bezeichnung prangte erstmals nicht mehr auf einem verchromten Plastikblock, wie noch bei  der D40 -60, sondern die Bezeichnung selbst ist verchromt (Die 3200 steht bloß in anderem Winkel, weshalb das etwas anders aussieht). Bei der D3200 sieht man die Öffnungen für Mikrofon als auch für den Lautsprecher zur Wiedergabe. Und gerade an der Schulter, sieht man wie diese nochmals runder designt wurde:


Nicht vom silbrigen Rand des Displays der 3200 täuschen lassen, den hat das aufgeklebte Hama - Schutzglas. Beide Displays sind dankenswerterweise schon ab der D3000 in 3" Größe eingebaut. Bei dieser (und bei der 3100) aber noch mit etwa 230.000 Punkten aufgelöst, während die 3200 deutlich bessere 921.000 Punkte liefert. So kann in den Vergrößerungen exakt die Schärfe beurteilt werden. Ansonsten gibt es bis auf zusätzliche Knöpfe der 3200 und deren Daumenauflage bloß designerischen Feinschliff. Oben links neben dem Okular der 3200 sieht man den winzigen runden zweiten IR - Sensor, zusätzlich zum vorderen am Griff. Das hilft bei Aufnahmen mit dem Stativ:


Die Visualisierung auf dem Display gibt keine Rätsel auf und ist bei beiden recht ähnlich gelöst:


Deutlich besser funktioniert bei der 3200 der Drehknopf für den Dioptrienausgleich, während die 3000 noch den veralteten und fummeligen Schieber hat:




Hinter der seitlichen Gummiabdeckung links, sieht man dann aber auch den Fortschritt. Wo die 3000 bloß die zwei Anschlüsse für USB und Bildwiedergabe hat, prangt bei der 3200 zusätzlich der Mini - HDMI Anschluß, sowie eine Schnittstelle für u. a. einen optionalen Funkadapter oder externen Auslöser:
 


Beide sind von Nikon nicht für den Betrieb mit Batteriegriff ausgelegt, aber für beide sind Fremdgriffe erhältlich. Will man deren Hochformatauslöser verwenden, muß die D3000 umständlich auf IR - Fernbedienung umgeschaltet werden, während man bei der 3200 ein etwas unschönes Minikabel zwischen Griff und Kamera klemmen, aber wenigstens nicht immer umschalten muß.
Auf der Unterseite sieht es weitgehend gleich aus, man sieht aber sofort, daß die 3200 etwas dicker ist. Ihre Akkuklappe ist länger. Das liegt nicht an einem breiteren Akku, sondern an einer Haltenase für denselben. Wie die meisten Consumer Nikon und einige Objektive, wurden beide im Werk Thailand hergestellt:


Die Akkus unterscheiden sich weniger in der Form, haben aber verschiedene Ansätze, so daß sie unmöglich vertauscht eingesteckt werden können. Der EN-EL9 der 3000 hat wenige und große Kontakte, während der EN-EL14 der 3200 ein intelligenter Akku mit Chip ist. Oder besser sein soll, denn wie man auf dem Foto sieht, handelt es sich bei beiden Akkus um Nachbauten, die problemlos und sehr gut funktionieren. Bei der D3200 kann es aber durchaus sein, daß nach dem nächsten Firmwareupdate der Kamera dieser Akku nicht mehr angenommen wird. Die Kamera verweigert dann den Dienst. Diesen Akku verwendet Nikon seit der D3100, soweit ich weiß:



Beiden Kameras gemein ist, daß Nikon einige Funktionen einfach weglässt (AF-Motor, Mastersteuerung, BKT, Spiegel - Vorauslösung etc.), oder immer noch keine Batteriegriffe vorsieht. Bei beiden (allen kleinen) läßt sich beim Betrieb mit Einzel - AF Fokusfeld dieses nicht arretieren, weshalb man darauf achten muß, daß das gewünschte Feld ausgewählt ist. D70/80/90 und alle darüber hatten und haben eine Arretierung als Schieber oder Hebel, aber schon bei der D50 hatte man das damals einfach eingespart. Ich finde ja immer, man kann das Sparen übertreiben, wenn es dadurch zu Fehlbedienungen kommen kann. Auch ich habe manchmal im Eifer des Fotografierens nicht bemerkt, daß ich durch Berühren des Steuerkreuzes den Fokuspunkt verschob. Ergebnis sind dann Fotos, wo der Schärfepunkt komplett danebenliegt. Wenigstens über das Menue sollte man das aber doch regeln können (wollen).
Aber natürlich sollte man sich vor dem Kamerakauf gründlichst informieren, was im digitelan Zeitalter einfacher als jemals zuvor ist. Man findet Tests oder Erfahrungsberichte, Reviews und Tutorials zuhauf im Internet. Ließt man dort oder hört aufmerksam zu, findet man eigentlich immer heraus, ob es eine ältere, vielleicht gebrauchte Kamera sein kann, oder ob man doch besser mit dem modernsten Modell fotografieren sollte. Wer hauptsächlich bei gutem Licht fotografiert und keine Videos drehen möchte, der ist sicherlich noch mit der schönen D3000 sehr gut bedient. Schon ab der 3100 gibt es dann Video und LiveView und man hat die Wahl zwischen drei sehr guten Modellen, von denen die D3300 aber unbestritten das beste ist.
Gebraucht mit wenigen Auslösungen bekam ich die abgebildete 3000 für ganze 95,- Euro und denke, das ist ein mehr als erfreulicher Preis. Normal sind etwa 120,- Euro. Die D3200 lag mit ebenfalls wenigen Auslösungen bei moderaten 250,- Euro und wird ja immer auch noch neu verkauft. 


Ciao

Mittwoch, 3. September 2014

D40x, Altware?

Vorgeschichte:

Über die D50 als erste kleinere Nikon DSLR, habe ich mich hier bereits ausführlich geäußert. 

 D50

Den Vergleich von positiven (interner AF Motor, Schulterdisplay, 1/500sec Synchronzeit usw.) gegen negative Eigenschaften (Minidisplay mit Falschfarben, keine Mastersteuerung, altbackenes Design, usw.) hatte sie bei mir verloren und wurde wieder verkauft. Klingt vielleicht banal, aber hauptsächlich war es wirklich das winzige Display, wegen dem heutzutage auch weder D70/70s noch D100 für mich nochmal infrage kämen. Das Display ist so winzig, kontrastarm und grob verpixelt, daß man kaum draufschauen möchte. Sicher war das zeitgenössisch, aber deshalb paßt es heute auch gar nicht mehr, weil es eben weit weit besseres gibt. Der Sprung von 1,8" auf's 2,5" Display war weit größer als man vermuten möchte. Heute sind rund 3" Normalmaß und das wird auch so bleiben, weil sonst die Body größer werden müssten. 

Im oben verlinkten Artikel kam ich für mich zu dem Schluß, daß die kleine Serie bei Nikon erst mit der D40 begann, weil diese dann bis heute motorlos und ohne Schulterdisplay hergestellt werden. Zwei Austattungsdetails, die aber gerade der D50 hoch angerechnet werden. Zumindest den AF-Motor hätte ich übrigens selbst gerne in den kleinen Nikons gehabt, denn immer noch gibt es z. B. kein einziges von Anfängern bezahlbares AF-S 28mm.

Wie auch immer. Ausgehend von meiner Behauptung, daß die D40 die erste wirkliche kleine Nikon DSLR war, wäre die D40x das zweite Modell und das erste, welches für mich irgendwie zur Verwendung infrage kommt. Das liegt am 6MP Sensor der alten D40, der zwar wunderbare Farben beherrschte, aber das war es dann auch. Bei 6MP kann man croppen fast vergessen, sehr schnell wird alles verpixelt. Der Sensor war schon damals durchaus veraltet und entweder hatte man bei Nikon noch genügend davon auf Lager, oder man wollte sich durch die geringere Auflösung ganz gezielt von der damaligen teuren D80 absetzen.
Die D40x sensormäßig war ein großes Update und technisch gleichzeitig ein kleiner Rückschritt, bezogen auf die D40. Sie bekam den damals hochmodernen letzten CCD Sensor der D80/200, der mit 10 Megapixeln weit höher auflöste und gleichzeitig weniger und feiner rauschte. Die Farben der JPEG direkt aus der Kamera waren angeblich nicht ganz so schön wie beim alten Sensor, aber das ließ sich größtenteils durch interne Einstellung oder externe Bearbeitung korrigieren. Die enorm schnelle Blitz - Synchronzeit der D40 von 1/500sec wurde auf 1/200sec normalisiert, weil der Verschluß gewechselt wurde. Soweit ich weiß gibt es ansonsten keine oder wirklich bloß marginale Unterschiede zwischen den beiden Modellen.
Die Nachfolgerin D60 hatte wenige technische Verbesserungen, aber eine einstellbare Staubentfernung sowie einen veränderten Spiegelkasten zur Staubreduktion auf dem Sensor. Auch sie hatte noch den 10 Megapixel Sensor. Und die D3000 hatte ihn danach sogar immer noch. Diese wirkte mit dem großen 3" Display weit moderner als alle Vorgängerinnen und führte einen schicken Guide - Modus ein, der absolute Anfänger an die Hand nehmen konnte, wenn man das wollte. 
Die für mich erstmals richtig gute kleine Nikon, die ich mir auch als alleinige Kamera hätte vorstellen können, war dann aber erst die D3100. 3" Display, 14MP CMOS Sensor, LiveView, Video, endlich ein Daumengummi hinten usw. machten sie zu einer hochmoderen und kleinen Kamera, die super Ergebnisse lieferte und einen viel schnelleren Prozessor hatte. Das hat sich mit deren Nachfolgerinnen weiter fortgesetzt. Meine D3200 hat gegenüber der 3100 die Sensorpixel fast verdoppelt und die Auflösung des Displays von 230.000 auf 910.000 knapp vervierfacht.

Hier die D40x Kamera, die ich vor Tagen bekam und die ich für 80,- Euro samt OVP und Schnittbildmattscheibe im DSLR Forum kaufte:








Die D40x ist rein optisch immer noch eine gefällige Kamera (die D60 war optisch bis auf den ensprechenden Schriftzug nahezu identisch). Sie bietet außer kleinerem 2,5" Display und fehlendem Guide - Modus und Staubentfernung fast alles, was die spätere D3000 bot. Das Display entspricht dem der D40/60/80/200 und kann als ausreichend betrachtet werden. Sicher sind 3" besser, aber es reicht so auch aus. Der Sensor braucht Licht, dann bietet er bei ISO 100 schöne Farben und macht viel Freude. Ab 200 beginnt es bereits fein zu rauschen, das war damals halt so. Erträglich ist das Rauschen bis etwa ISO 400, ISO 800 sind das oberste Limit für gerade noch brauchbare Fotos. Angeblich rauscht der Sensor der 40x etwas später und weniger als bei der D80, weil sie später herauskam und irgendwelche Verbesserungen erfuhr. Aber das kann ich hier nicht nachvollziehen und sollte sich sowieso in eher minimalen Bereichen abspielen. Insgesamt aber, ist die D40x eher eine Schönwetterkamera, für alles andere sollte man einen Blitz oder Stativ verwenden.

Meine Zweitkamera neben der 610, die D3200, steht ganz in der Tradition der kleinsten Nikons. Sie ist klein, leicht, an den entsprechenden Stellen gegenüber teureren Modellen kastriert und dafür halt auch vergleichsweise preiswert. Trotz allererstem 24MP CMOS Sensor bei DX Kameras, rauscht sie weit weniger als die D40x und zudem nochmals feiner. Die D3300 soll nochmals deutlich besser sein und wäre damit ein Kandidat als späterer Gebrauchtkauf. Einige technische Unterschiede zwischen 40x und 3200 kann man über folgendem Link nachlesen, wobei die Seite leider wieder mal Lücken aufweist:

D40x - D3200

Da man die technischen Unterschiede überall nachlesen kann (Video und LiveView bei der 3200 sollten eh klar sein), möchte ich die Kameras bloß rein optisch gegenüberstellen.

Von vorne gibt es eigentlich bloß formale Unterschiede, die 3200 ist moderner gestylt und weniger kantig. Das Modus - Wahlrad der 3200 ist griffiger, aber die 40x liegt wegen dem höheren Griff besser in meiner Hand:


Augenfällig ist natürlich sofort das große 3" Display der 3200, hier beide mit einem Display - Glasschutz versehen. Das kleine Daumenpad der 3200 ist sehr hilfreich. Auch die bessere Dioptrieneinstellung durch Drehknopf, gegenüber dem fummeligen Schieber der 40x. Ansonsten sieht man, daß die Bedienelemente fast noch gleich sind und eigentlich bloß die LiveView - Taste hinzu kam:


Eingeschaltet, wirkt das Display der D40x kaum unmoderner als das der D3200, bei ähnlichen Farben. Das 2,5" Display ist klar kleiner, aber auch klar ausreichend:


Von oben das gleiche wie von den anderen Seiten, wenige Unterschiede in der Bedienung. Bloß die Filmtaste fehlt natürlich bei der 40x. Die 3200 ist schon etwas dicker als die alte Schwester, das Blitzgehäuse wirkt etwas breiter:


Der Griff der 3200 ist dicker aber etwas kürzer. Den berühmten kleinen Finger kann ich bei der D40x doch etwas besser parken und er rutscht nicht zwingend unter die Kamera. Welche der beiden sich oberhalb des Griffes besser bedienen läßt, weiß ich noch nicht richtig:


Hier beide mit den jeweils angedachten Standardzooms. D3200 und Sigma AF 18-125mm DC OS HSM und D40x mit Sigma AF 18-50 DC OS HSM:


Die D40x wird reine Ersatzkamera, da sie ihr Dasein hauptsächlich in einer Tasche im Kofferaum verbringen wird um bloß verwendet zu werden falls eine meiner besseren Kameras vergessen, oder bewußt daheim gelassen wurde. Die zwei anderen sind technisch und von der Bildqualiät her weit überlegen, die 610 ja sowieso. Aber so habe ich immer eine DSLR dabei, auch wenn es nicht geplant war. Der 10MP Sensor reicht bei gutem Wetter aus und bei schlechtem rauscht es halt ein wenig. Ich sollte wohl noch einen Miniblitz wie den Metz 24 AF-1 dazupacken. Mit dem Nissin i40 ist sie leider nicht ganz kompatibel, obwohl von Nissin selbst so angegeben.

Meine D40x hat übrigens einen winzigen Defekt, der sie auf Verwendung von G - Objektiven ohne Blendenring beschränkt. Eine kleine Fühlernase vorne rechts unterhalb des Bajonettes ist abgebrochen. Diese meldet der Kamera/Belichtungsmessung normalerweise, daß der Blendenring auf größte Blende eingestellt wurde. Da diese Meldung so nicht mehr erfolgt, läßt sie sich mit Objektiven mit Blendenring absolut nicht auslösen und ist auf alle moderneren Objektive ohne Blendenring angewiesen. Hier die Fühlernase an der D3200 und darunter das Loch, wo sie an der D40x fehlt:



Ciao

Nachtrag am 04.09.2014:

Das 18-105mm ist jetzt da und so gut, daß ich es vielleicht doch an der D3200 verwende und an der D40x das Sigma 18-125mm lasse.

Ciao 

Nachtrag vom 10.09.2014:

Die D40x ist ist doch mit dem Nissin i40 kompatibel. Dumm gelaufen, aber ich hatte wirklich vergessen die Streuscheibe des Blitzes einzuklappen. Und dann wird der Autozoom des Blitzes abgeschaltet.
Die D40x habe ich mit der D3000 meiner Stieftochter getauscht. Sie fotografiert nicht sehr oft und ein deutlich schneller angezeigtes Fotos bringt ihr mehr als das größere Display der D3000 bei etwa gleicher Bildqualität. Diese nützt mir mit Staubentfernung und Reduktion aber mehr, wenn sie lange in der Tasche im Kofferraum liegt. Die Langsamkeit der Bildanzeige ist mir dabei egal, denn man kann ja trotzdem weiterfotografieren und sich die Bilder später anschauen. Die D3000 verwende ich, wie hier schon mal gezeigt, mit dem alten und unstabilisierten 18-70mm Kit:

D3000 + 18-70mm

Ciao