I am Henning

Montag, 29. Dezember 2014

Nikon AF-S Nikkor 50mm f/1,8G Special Edition.

Mit der Nikon DF im meiner Meinung nach überwiegend gelungenen Retrodesign, kam von Nikon ein nicht neues, aber neu gestaltetes Objektiv heraus. Das altbekannte und beliebte Nikon AF-S 50mm f/1,8G, im zur Kamera passenden Retrodesign. 
Nikon tat gut daran ein 50mm "Normalobjektiv" auszuwählen, statt eines der heute gängigen Standardzooms. Vor allem in den 70'er Jahren wurden viele Kameras fast aller Hersteller mit einem 50mm Objektiv ausgeliefert, oder es wurde vom Kunden eines dazugekauft. Normalobjektiv hört sich etwas fade oder einfallslos an, bedeutet aber bloß, daß diese 50mm ungefähr dem normalen Blickwinkel des menschlichen Auges entsprechen. Die recht günstigen Normalobjektive hatten Offenblenden von meistens f/1,7 - 2,0, waren allermeistens sehr scharf und wurden zu Zigtausenden gekauft und benutzt. Da die DF an das Design etwa der alten FE oder FM Kameras anknüpfen soll, halte ich Nikons Griff zum Normalobjektiv in altem Look für logisch und nachvollziehbar.

Die Änderungen gegenüber der üblichen Ausführung sind rein designerischer Natur, kann ich aber mangels eines solchen Exemplares nicht bildlich darstellen, sondern bloß benennen. 
Auffälligste Änderung ist ein schmaler, silberfarbener Aluring, den man so ähnlich von vielen alten MF Nikkoren kennt. Er soll einerseits durch seine Riffelung das An und Abnehmen des Objektives erleichtern, was er auch tut. Und er hat so etwas wie eine Schärfentiefenskala, die aber grob und wenig hilfreich ist und bestenfalls nettes Beiwerk ist.
Zweites Designmerkmal Richtung früherer Objektive, ist die sehr angenehme Gummierung des Fokusringes, die deutlich griffiger und mir gefälliger ist, als die groben Rillen der Normalversion. 
Weggelassen hat man in der Special Edition die sonst übliche und üppige goldene Beschriftung und die Umrahmung der Fokusskala und der Beschriftung, außerdem fehlt die große abgerundete Sicke, die das Objektiv seitlich größtenteils umläuft. Das war es eigentlich auch schon, aber das Objektiv sieht wirklich sehr viel anders aus als das normale.Leider fand ich kein Vergleichsfoto der beiden, die Normalversion kann man sich beim lieben Ken Rockwell mal anschauen:

http://kenrockwell.com/nikon/50mm-f18-g.htm

Mit den Gläsern gemachte Beispielbilder gibt es zuhauf im Netz, bitte schauen Sie selbst. Auch die Daten kann man leicht finden. Daher beschränke ich mich wie üblich auf die reine Abbildung, ein paar Vergleichsfotos und benenne was mir auffiel.

Das Glas bekam ich aus einem Kit, im schwarzen Kitkarton und mit der Gegenlichtblende HB-47. Das Objektiv ist Made in China, aber sehr solide und akkurat verarbeitet:






Hier mal vergrößert die angesprochenen und augenfälligen Merkmale im Retrodesign. Der umlaufende und geriffelte Aluring und die sehr schöne und hilfreiche Gummierung. Der Fokusring ist übrigens vorbildlich spielfrei gefrertigt und angenehm gedämpft zu bedienen. Manuelles Fokussieren ist sehr gut möglich:



Ein Vergleich mit der allerersten Modellversion des Nikon AF 50mm f/1,8n hinkt zwar (es hatte nämlich nicht mehr diesen Aluring und noch nicht die grobe Gummierung), zeigt aber die beachtliche Größe des AF-S Objektives auf. Seit das AF-S damals herauskam hat es übrigens eine ganz andere Linsenrechnung als das alte AF aus den 80'ern, das so noch auf einem MF - Objektiv basierte:


Das Retromodell paßt meiner Meinung nach auch sehr gut an die D610 und wirkt lange nicht so verloren wie sonst meine alten AF 50mm und 28mm.



Die HB-47 Gegenlichtblende fand ich schon immer etwas überdimensioniert, zumal die Frontlinse des AF-S 50mm sowieso schon ziemlich tief liegt:



Auch an meiner geliebten kleinen D3300 macht das Glas eine sehr gute Figur, wirkt daran aber recht bullig. 
Alle vorherigen Fotos habe ich übrigens mit meiner kleinen Nikon D3300 und dem sehr guten Sigma AF 17-70mm f/2,8-4 DC OS HSM, sowie dem Nissin Di866 Prof. MarkII gemacht. Alle folgenden mit der D610 und dem AF-S 24-85mm f/3,5-4,5G ED VR und wenn geblitzt dann gleichfalls mit dem Nissin:



Das einzig "negative" an dem Glas sind die leider bei hochgeöffneten Festbrennweiten recht üblichen chromatischen Aberrationen. Sie sind eher fein und eigentlich kann man sie deswegen sogar so lassen, wie man im ersten Foto mit Offenblende 1,8 sieht (man achte auf den VR - Schriftzug). Im zweiten Bild habe ich sie stark vergrößert. Nicht auf fehlende Schärfe achten, ich habe bei recht wenig Licht aus der Hand fotografiert und mit Sicherheit etwas verwackelt:



Man sieht deutlich, daß die Aberrationen links rot bis violett erscheinen und rechts grün sind. Um sie ohne Software fast ganz wegzubekommen, muß man recht stark abblenden. Ich finde bei Blende 4,5 sieht das schon viel besser aus:



Die Fotos habe ich mit zwischengeklemmtem Kenko Automatik Zwischenring 12mm gemacht, da die Nahgrenze des 50mm leider bei 45cm liegt. Ich wette übrigens, wenn ich die CA nicht erwähnt hätte, wären sie den allerwenigstens ohne den Ausschnitt überhaupt nicht aufgefallen. Man kann sich also softwaremäßig darum kümmen, oder stärker abblenden, muß es aber nicht zwingend. 
Hier mal ein Beispiel ohne Zwischenring und offenblendig, also mit Blende 1,8. Man beachte das schmale Schärfefeld mit schönem Verlauf, fokussiert wurde wieder auf das VR. Man kann mit dem Glas natürlich auch wunderbar freistellen:


Um die CA etwas zu minimieren und Schärfe und Kontraste zu erhöhen, werde ich es wohl überwiegend mit Blende 2,8 verwenden. So sollte es an der D610 ein tolles Normalobjektiv sein und an der D3300 eine tolle Portraitlinse.

Ciao

Sonntag, 28. Dezember 2014

Erster richtiger Schnee im Winter 2014/2015

Ich warte noch sehr auf, bei Ebay und im DSLR Forum gekaufte, Linsen. 
Eine habe ich bereits, ein als Superzoom recht vielversprechendes Tamron AF 18-270mm f/3,5-6,3 VC DiII. Noch mehr feue ich mich aber auf verschiedene Sigmas, nämlich ein AF 30mm f/1,4 HSM für DX und vor allem das AF 20mm f/1,8 für FX, also für meine D610. Für diese ist auch noch ein Nikon AF-S 50mm f/1,8 Special Edition im Zulauf, also das Kit - Glas der Nikon DF im speziellen leichten Retrodesign. Außerdem kommt noch ein Sigma AF 17-35mm f/2,8-4 DC HSM. Von dem weiß ich allerdings noch nicht, ob es das geliebte und bewährte Sigma AF 15-30mm ersetzen kann. Na mal sehen.

In Erwartung all der schönen gebrauchten Linsen gab es heute allerdings das allererstemal im Winter 2014/2015 einen sehr kalten, aber sonnigen und wunderschönen Tag mit relativ viel Schnee. Also schnappte ich mir Vormittags meine Frau und meine D610 samt 24-85mm VR und los ging es. 
Hier ein paar Eindrücke davon:













Ciao

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Nikon AF-S Nikkor 70-300mm VR vs. Tamron SP AF 70-300mm VC

Die Überschrift klingt nach mehr als es ist, nämlich keineswegs ein wirklicher Test. Nicht mal ein richtiger Vergleich mit Testreihen unter genau definierten und garantierten Umständen. Allerdings habe ich beide Gläser bereits nehrfach besessen und kam immer wieder zum gleichen Ergebnis.

Da ich schon mindestens zweimal ein SP AF 70-300mm VC hatte, habe ich immer wieder dieses Tamron empfohlen, wenn ich nach gutem und günstigem Telezoom gefragt wurde. Ein eher schlechter abbildendes AF-S 70-300 VR hatte ich zu meiner Nikon Anfangszeit mit D80 und D300s und konnte daher ziemlich sicher das bessere Tamron empfehlen. Immer vorausgesetzt man hat nicht Ausreißer nach oben oder unten gehabt, Toleranzen lassen ja sehr viel zu.

Mein befreundeter Forumskollege Heiko hatte sich nun nach einem solchen Tip von mir das besagte Tamron zugelegt und ist seitdem gleichermaßen zufrieden und beeindruckt von dem Teil, ja sogar richtig glücklich damit. Scharf in jedwedem Brennweitenbereich, immer mit guten Kontrasten und schönen Farben. Dazu der wirklich phänomenale Stabilisator. Genau so kenne ich es allerdings auch.

Trotzdem hatte ich mir nun bermals ein recht günstiges AF-S Nikkor 70-300mm VR im sehr guten Gebrauchtzustand zugelegt. Auch um nochmal zu sehen, was es mit meiner damaligen eher schlechten Erfahrung denn auf sich hatte. Zudem hatte sich ein Arbeitkollege gleichfalls so ein Nikkor gebraucht gekauft und ist seitdem zufrieden damit. Und immer wieder liest man ja auch über andere zufriedene Besitzer, wobei eigentlich sämtliche Test aber in der Regel das Gegenteil bewiesen und das Tamron als deutlich besser beschrieben.

Ich fragte nach ob Heiko an einem kleinen Vergleich interessiert sei und schickte ihm das Glas nach Einwilligung kurzerhand zu.
Auf meinen Wunsch hin und mangels eines solchen Tamrons, machte er auch ein paar Fotos der Objektive selbst, welche die äußeren Unterschiede dokumentieren. Beide Objektive hat er an seiner neuen Nikon DF verglichen.

Baulänge, Breite und Gewicht liegen nah beieinander, die genauen Daten entnehmen Sie bitte selbst dem Internet: 

Tamron 70-300 VC - Nikon 70-300 VR 

Das Tamron hat zwar die etwas kleinere Frontlinse (62mm gegen 67mm), aber trotzdem eine geringfügig höhere Anfangslichtstärke (Blende 4 zu 4,5). 
Beide haben eine recht gute und den Preisen angemessene Verarbeitung mit überwiegenden Kunststoffanteilen. Heiko findet das Nikkor besser verarbeitet, mir liegt eigentlich eher das Tamron. Aber ich hatte jetzt auch nie den direkten Vergleich, sondern beide immer mit gewissem Abstand nacheinander. Die Zoom - Gummierung des Tammi ist schmaler, aber meiner Meinung nach griffiger. Sein Fokusring ist dafür breiter und das Fenster mit der Fokusskala weit größer als beim Nikkor, wo man anscheinend eher auf die darunter liegende üppige und vergoldete Beschriftung Wert legt. Beim AF-S des Nikkors kann man händisch in den AF eingreifen, dank Rutschkupplung, man muß nicht vorher auf manuelles Fokussieren umschalten. Beim USD des Tamron geht das genauso. Das Nikkor bietet übrigens noch ein richtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber Tamron und Sigma. Es hat, wie mehrere andere VR Nikkore auch, einen zweiten Stabilisatormodus namens "Active". Damit soll man sich bewegende Motive stabilisiert verfolgen können, wenn ich das richtig verstehe. Also etwa ein Auto bei der Fahrt verfolgen und trotzdem stabilisierte Fotos bekommen. Ob das nun genau so funktioniert weiß ich mangels Test nicht und wurde wohl auch von Heiko nicht getestet. 
Eine ausladende Gegenlichtblende wird bei beiden Objektiven mitgeliefert und ist beim Tamron nochmals deutlich länger. Metallbajonett bieten dankenswerterweise beide, das Nikkor hat zusätzlich diese hilfreiche schmale Staubmannschette, die das Eindringen von Staub und leichtem Spritzwasser am Bajonett verhindern soll. 
Hier ein optischer Überblick:




Ohne Gegenlichtblende sind beide ja noch relativ kompakt zu nennen, bedenkt man den Brennweitenbereich. Mit Geli und vor allem komplett ausgezoomt, sieht es dann doch etwas anders aus. Und vor allem das Tamron sieht wuchtig und wichtig aus:


Heiko fand beider AF ausreichend schnell, ohne allzu große Unterschiede. 
Der Stabilisator des Tamron ist allerdings ein Hammer, er tackert das Sucherbild förmlich fest und das wird auch fast ausnahmslos von vielen so beschrieben. Das macht das Nikkor jetzt nicht so ausgeprägt, soll aber angeblich im Moment der Auslösung nochmals fester zupacken. Auch das weiß ich aber bloß aus Forumsgeflüster.

Wenn das aber wirklich so wäre, läge es dann doch an den Gläsern, daß das Nikkor vor allem am langen Ende gegenüber dem Tamron deutlich abfällt was Kontraste und Auflösung angeht. Das kann man so mit wenigen Ausnahmen aber auch in manchem Test lesen. Dabei ist das Nikkor nicht wirklich schlecht, sondern einfach bloß flauer und weicher abbildend als das Tamron. Aber die Bildqualität sollte ja letztlich doch das entscheidende sein, oder? 
Das Tamron überzeugt jedenfalls wirklich in jedem Brennweitenbereich und es gibt daher schon länger eher keine Alternative zu diesem Modell, welches ja auch noch deutlich günstiger als das Nikkor ist. Vor Jahren hat es gerade die Hälfte des Nikkores gekostet, bei besseren Abbildungsleistungen wohlgemerkt. Mittlerweile liegt man preislich nicht mehr ganz so weit auseinander weil das Nikkor langsam "günstiger" wurde, aber immer noch das teurere Modell ist. Es gibt noch ein von Daten und Preis her hervergleichbares stabilisiertes Sigma, welches ich aber noch nie hatte. Dessen unstabilisierte APO Version hatte ich allerdings einmal. Das war mir aber von der Haptik und Optik her sehr unsympathisch und wurde sofort wieder verkauft, ohne Berücksichtigung seiner optischen Qualitäten.

So, ab hier zitiere ich dann ab und an Heiko mit dessen Erlaubnis aus seinen Mails an mich und füge die entsprechenden Vergleichsbilder mit bei:

Nikon und Tamron nacheinander offenblendig bei 70mm, noch mit eher wenig Unterschied:
Nikon 70mm 4,5

Tamron 70mm 4,0
Nikon und Tamron jeweils wieder offenblendig, bei 135 und 130mm Brennweite.:
 
Nikon 135mm 4,5


Tamron 130mm 4,5

Zitat: "Die 300mm-Einstellung habe ich einmal als 66%-Ansicht und einmal als 100%-Crop angehängt.
Bei 66% sieht man den Unterschied noch nicht so sehr, bei 100% aber sehr deutlich."

Nikon 300mm 5,6

Tamron 300mm 5,6

Zitat: "Bei f8 legt das Nikon etwas zu, wenn man sich aber die Struktur im Mörtel anschaut, sieht man dennoch reichlich mehr Durchzeichnung.
Die Bilder mit dem Tamron wirken stets knackiger."
 
Nikon 300mm 8,0 Crop

Tamron 300mm 8,0 Crop
Zitat: "Aber vergiss dabei nicht, das wir über 100%-Crops sprechen.
Bei einer bildschirmfüllenden Ansicht relativiert sich das schon ein wenig, wenn die Objekte relativ nah sind.
Die Fotos vom Kran wiederum waren schon sehr deutlich. Da hätte man den 100%-Crop aus dem Tamron verwerten können, den Ausschnitt vom Nikon eher nicht.":
Nikon 300mm 8,0

Tamron 300mm 8,0
Zitate: "..mein Kollege hat heute die E-M1 mit dem 12-40mm bekommen: Das Tamron hält bei Blende 4 sogar mit dem Oly 12-40 bei 40mm f4 mit...
"Meine Herren, mit dem 70-300VC haut Tamron echt gewaltig auf die Pauke.
Vor allem das es offen mit dem bereits abgeblendeten Oly 12-40 mithält, finde ich echt sensationell.
Bevor ich das Tamron hatte, war ich zeitweise etwas besorgt wegen der ziemlich schlechten Bilder im BBT dazu - aber jetzt ich bin sowas von happy, dieses geniale Glas zu haben!"
Ende des Zitates.

Fotos von Heiko kann man hier betrachten, auch solche die mit seinem Tamron 70-300mm VC entstanden:
Ich habe bloß einen Teil der Vergleichsfotos verwendet und auf den hier leider nur recht klein einstellbaren Fotos sieht man nicht wirklich größere Unterschiede. Ich für meinen Teil dachte aber bei der Betrachtung der zugesandten Fotos wirklich, daß die Nikonaufnahmen manchmal wie von der internen Rauschunterdrückung zermatscht aussahen. Sicherlich besteht die Möglichkeit der Serienstreuung. Im extremsten Fall habe ich dann ein sehr schlechtes Nikon erwischt und Heiko ein sehr gutes Tamron. Aber mal im Ernst, dürfte das bei einem früher mal doppelt so teuren Objektiv um 700,- Euro sein?
Ich denke eher nicht. Trotz allem muß man aber auch bedenken, daß man mit dem Nikon immer noch gute Fotos schießen kann, daß diese Aufnahmen dann bloß bei näherer Betrachtung und im direkten Vergleich abfallen. Ansich ist das Nikkor kein schlechtes Telezoom, sondern das Tamron halt ein (nicht nur für den recht geringen Preis) sehr gutes.
Ciao 

Montag, 8. Dezember 2014

Kreuztaler Weihnachtsmarkt

In meiner Geburtsstadt Kreuztal gibt es einen ehemals herrschaftlichen Privatpark der damals ziemlich reichen Fabrikantenfamilie Dresler. Die Familie besaß u.a. Stahl- und Drahtwerke und anderes in Kreuztal und Umgebung und war auch an anderen Firmen beteiligt, wenn ich mich recht erinnere. Man besaß einen recht großen Privatpark mitten in der damaligen Ortschaft Kreuztal, welche erst mit der Gemeindereform in den 70'ern zu einer wirklichen Stadt wurde. Mehr zu diesen Themen bei Wikipedia:

Kreuztal 

Dreslers Park

Seit 1997 jedenfalls ist der 1989 von der Stadt erworbene, ehemalige Privatpark der Öffentlichkeit zugänglich. Seitdem findet ein Großteil der kulturellen Aktivitäten dortselbst und in den zwei großen Villen, die mal der Familie Dresler gehörten, statt. Die Anlage wird seitdem gepflegt und ist in der Stadt und deren näherer Umgebung sehr beliebt. 
Nun zum vierten mal erst, gab es einen kleinen aber sehr feinen Weihnachtsmarkt rund um die Villen, Kreuztaler Lichterglanz genannt. Unverständlicherweise jeweils bloß an einem Wochenende, denn im Winter sollte ein ständiger Weihnachtsmarkt über vier Wochen dort doch eher in keinster Weise stören. Es ist aber wie es ist und negativer Nebeneffekt ist leider, daß der Markt an den wenigen Tagen komplett überlaufen ist. Andere Weihnachtsmärkte in der Umgebung sind bloß mit Bus oder Auto erreichbar und so möchte halt ein Großteil der Kreuztaler wenigstens einmal im Jahr und dann zwangsweise an nur einem Wochenende zum eigenen Weihnachtsmarkt. Dazu kommen viele auswärtige Besucher, denn der Markt hat wirklich ein tolles Flair.

Dies erzähle ich auch, weil es wegen dem unausweichlichen Gedränge eher sehr schwierig ist dort einwandfreie und vernünftige Fotos zu schießen. Zudem hatte ich wiedermal kein Stativ dabei und konnte auch von außen bloß freihändig Fotografieren. Trotzdem können die wenigen halbwegs brauchbaren Fotos wenigstens einen Eindruck geben, vom besonderen Flair dieses wirklich sehr schönen Weihnachtsmarktes. 

Die Fotos entstanden alle mit der Nikon D610 bei Zeitautomatik und ISO-Automatik bis ISO 4000 und mit angesetztem Nikon AF-S DX Nikkor 35mm f/1,8G. Ich hatte mich nie besonders um diese kleine und preiswerte Linse gekümmert und wußte daher nicht, daß man sie, leicht eingeschränkt durch mögliche Vignettierungen, auch an FX verwenden kann. Eigentlich für die D3300 und günstig für gerade einmal 100,- Euro erworben, macht das Glas aber auch an der großen Kamera sehr viel Freude und mangels lichtstarkem Weitwinkel für FX nahm ich ausschließlich dieses Glas an der 610 mit. zu dem Glas schreibe ich hier mit Sicherheit auch noch irgendwann. 
Ich hoffe die wenigen Fotos gefallen einigermaßen und geben einen kleinen Eindruck über den Markt ab:

Gelbe Villa:



Gedränge vor der weißen Villa:


Karussell vor dem ehemaligen Kutscherhaus (jetzt gleichnamiger und sehr gemütlicher Gastronomiebetrieb mit großem Biergarten):



Weiße Villa:



Bühne im Garten der weißen Villa:


Feuertonnen:




Vom Weihnachtsmarkt allgemein:








Im teils sehr bunt illuminierten Park:





Allen Fotos fehlt die letzte Schärfe, weil es teils sehr dunkel war, Gedränge herrschte und letztlich das 35mm ja auch noch unstabilisiert ist. Wo es einigermaßen hell war, herrschte leider Betrieb und wo kein Betrieb war war es teils sehr dunkel (Park). Die bunte Beleuchtung täuscht ziemlich. Ohne die High ISO Performance der 610 und der Lichtstärke des Glases wären die Fotos kaum möglich gewesen oder von der Rauschunterdrückung zermatscht worden.

Ciao