I am Henning

Montag, 11. September 2017

Sigma 18-35mm f/1,8 DC HSM ART.

Hallo

Nicht nur fotografiere ich neuerdings mit der E-PL8 in MFT, sondern ich habe mich (wenigstens vorübergehend) wieder einmal vom Vollformat getrennt. Genervt von mittlerweile drei Systemen (MFT, FX und DX) hatte ich mich wieder einmal für DX und gegen FX entschieden. Erstens hatte ich ja schon die D3300 samt Gläsern und zweitens ist DX nunmal des etwas kleinere System. Außerdem hatte ich mir mit dem AF-P 10-20mm VR erst kürzlich ein neues DX Glas zugelegt.

Da Geld durch den Verkauf der D610 und des Sigma 12-24mm hereinkam, konnte ich nochmals eine D7200 erwerben und dazu ein ganz tolles Sigma. Nämlich das 18-35mm f/1,8 ART.

Das 18-35mm ist ein recht großes und schweres Glas. Sieht man es zum ersten mal, könnte man eher von einem Standardzoom mit längerer Brennweite ausgehen, denn es ist recht lang geraten.
Das Gewicht ist verbautem Glas und Metall gleichermaßen geschuldet, denn wie alle ART Objektive von Sigma, zeigt auch das 18-35mm einen hohen Metallanteil beim Body.
Die Verarbeitung ist sehr gut, aber jetzt auch nicht so viel besser wie beim gerade verkauften Sigma 12-24mm HSM II. Auch dort bekam man samtweichen Lauf der Zoom und Fokusringe. Deswegen kann ich die Lobeshymnen zur Verarbeitung nicht ganz nachvollziehen. Die Verarbeitung ist allerdings merklich besser als an meinem Sigma 17-50mm f/2,8 EX DC OS HSM. Punktabzug gibt es, weil es keinen Dichtungsring zum Bajonett hin gibt.

Der AF ist ausreichend schnell, wenn auch nicht sportlich zu nennen. Er ist fast unhörbar. Ich konnte bisher keinerlei Probleme feststellen, er trifft auf den Punkt.

Vergegenwärtigen sollte man sich, daß es sich um ein unstabilisiertes Glas handelt. Warum das so ist weiß ich nicht, es gibt auch stabilisierte Gläser dieser Güte (Nikon 24-70mm 2,8 VR). 

Obwohl lang und recht schwer, ist es an der D7200 recht ausgewogen und selbst an der D3300 hält sich die Kopflastigkeit in Grenzen.

Die Abbildungsleistungen sind enorm. Es löst grandios auf und ist sehr scharf. Schon offenblendig gibt es kaum Verbesserungsbedarf und man bekommt wirklich Abbildungsleistungen wie von einer Festbrennweite. Die offene Blende ist durchgängig 1,8 und so ist man auch unstabilisiert in den meisten Fällen auf der sicheren Seite. Das Bokeh ist sehr schön und zeigt auch hier große Ähnlichkeit zu Festbrennweiten. Erfreulicherweise halten sich CA in engen Grenzen, das mußte man so nicht erwarten.

Hier Abbildungen vom Glas.

Das 18-35mm bekam ich gebraucht und schon der Vorbesitzer hatte es über Asgoodasnew erworben. Trotzdem ist es eher neuwertig zu nennen und es gibt bloß leichteste Gebrauchsspuren an der Geli.

Es ist weit ausgewogener an der D7200 als die Fotos vermuten lassen. Aber es ist schon ein Trum, das läßt sich nicht leugnen.


Außen prangt stolz das ART Logo.

Direkt darunter das einzige Bedienelement neben den Ringen, der AF - MF Umschalter.

Man erkennt gedrehtes Metall am Body und selbstredend hat es ein Metallbajonett.

Größentechnisch liegt es zwischen meinen Sigma 17-50mm und 105mm Macro. Gewichtstechnisch ist es wohl etwas schwerer als das Macro und deutlich schwerer als mein 17-50mm Standardzoom.

Schärfe, Auflösung, Bokeh finde ich toll. Die Freistellung gelingt wie mit einer Festbrennweite. Hier erste Fotos mit der Kombination D7200/18-35mm.



Ich bin gespannt was sich draußen mit dem Glas bewerkstelligen lässt, hoffe auf endlich einmal durchgehend schönes Siegerländer Wetter und daß ich dann bitte auch mal frei habe.

Ciao

Mittwoch, 9. August 2017

Nochmal DSLM, Olympus E-PL8.

Hallo

Auf der ewigen Suche nach kleinster Fotoausrüstung für Street und "einfach mal mitnehmen", bin ich wieder mal (nach E-300, E-420 und E-PL2) bei Olympus gelandet. Mir fiel nämlich öfters auf, wie vergleichweise günstig die Kameras gebraucht gehandelt werden. Ein erster (hier nicht dokumentierter) Versuch mit der E-PL5 ernüchterte allerdings wieder. Schnarchlangsames Kitglas, relativ rauschige Fotos oberhalb ISO800 (wenn man Nikon DX/FX gewohnt ist), kleine Anzeige auf relativ großem Display und unhandlich erscheinende Haptik enttäuschten wieder einmal wie damals bei der E-PL2.
Dann sah ich aber die E-PL8 und war von deren Design fasziniert. Sehr klassisch und trotzdem hipp erscheint sie mir. Obwohl technisch und Ausstattungsmäßig mit der E-PL7 identisch, gefällt sie mir optisch deutlich besser als diese. Eine 7 kann ich nicht vorweisen, aber mit der zum Verkauf stehenden und stilistisch der 7 recht ähnlichen 5 ein wenig vergleichen.

Die E-PL8 fasst sich für mich ungleich besser an, obwohl sie nicht den angeschraubten Griff der 5 hat, sondern bloß einen fest angebrachten und recht zierlicheren Griffwulst. Dazu bei trägt auch das bessere und etwas höher angebrachte Daumenpad der E-PL8. Und auch die "Belederung" ist ganz toll, wirkt sehr sehr klassisch und macht die Kamera deutlich griffiger. Die 5 hatte ich nachträglich noch mit einer günstigen und sehr guten "Belederung" vom Japanischen Lieferanten Aki Asahi versehen, bei der 8 entfällt das. Neben der klassisch schwarzen Ausführung auf Silberfarbenem Body gibt es noch braune und weiße Belederungen. Schön bei allen Varianten ist, daß es auch auf dem Knopf zur Bajonettentriegelung ein Stück "Leder" gibt, sowie auf dem Griffwulst. Schade ist aber, daß man die Rückseite dabei komplett außer acht ließ. Zumindest rechts um die Taster herum, hätte ich mir eine zusätzliche Belederung vorstellen können. Aber die Rückseite erstrahlt komplett in Silber. Vordere Belederung und rückseitiges Fehlen derselben, hat die E-PL8 mit der 7 gemein. Beide haben übrigens nicht mehr das fummelige Wahlrad um die hinteren Steuertasten, wie zuletzt noch bei den E-PL5 und 6, sondern ein Drehrad um den Auslöser herum. Der Kranz um die hinteren Steuertasten läßt sich nicht mehr in Kombination drehen, sondern funktioniert ausschließlich wie ein Steuerkreuz in vier Richtungen.
Der Auslöser ist im Grunde der Gleiche, wirkt aber wegen dem Drehrad drumherum deutlich klassischer. Das Moduswahlrad ist jetzt doppelt so hoch, deutlich griffiger geriffelt und auch deutlich knackiger einstellbar. Es rastet viel besser ein und wirkt auch deswegen hochwertiger als an der E-PL5. 
Die zwei metallenen Räder und der entsprechende Auslöser, lassen die E-PL8 zusammen mit dem spartanischeren Design, der schönen "Belederung" und den stark abgerundeten Außenseiten der Kamera, wirklich sehr klassisch wirken. Alles macht zudem einen hochwertigen und sehr gut verarbeiteten Eindruck. Selbst mit angeflanschtem, elektronischem Sucher VF-3 wirkt sie immer noch eher wie eine alte Sucherkamera, als wie eine moderne DSLM. Das sollte für Streetfotografie eher förderlich sein, denn sie wirkt so deutlich unauffälliger. Von hinten gibt es übrigens stilistisch kaum Unterschiede zur E-PL7, da sind sie fast wie Zwillinge. Von vorne gibt es deutliche Unterschiede im Design und die typisch nach PEN aussehende 7 wirkt ganz anders als die 8. Hier kann man von allen Seiten vergleichen:

Vergleich PEN 7 und 8. 

Wunderbar gefällt mir auch das neueste 14-42mm Kit - Zoom. An der 5 hatte ich noch die erste Version, die klobig, ausgefahren lang und langsam fokussierend ist. Zwischenzeitlich gab es die schmalere und schnellere Version, die aber kaum kürzer war und ein unsägliches Plastikbajonett hat. Die neueste, "EZ" betitelte, Version ist aber bloß eingefahren ein so genanntes Pancake, denn betriebsbereit ist es immerhin noch in etwa halb so lang wie die erste Version. Beim Start der Kamera fährt er recht flott heraus, wo man die alte Version noch nach links drehend entriegeln muß. Es fährt nach dem Abschalten der Kamera auch selbstständig ein, wo man die Altversion noch händisch eindrehen und verriegeln muß. Das "Pancake" fokussiert deutlich schneller und soll bessere optische Eigenschaften haben. Das werde ich aber kaum noch testen können, weil die E-PL5 samt Kit verkauft wird. Zumal man je nach Bericht auch von eher marginalen Unterschieden schreibt. 

Nicht ganz so toll finde ich, daß der Zoom am neuen Glas ausschließlich elektronisch erfolgt. Wenigstens kann man im Menue die Zoomgeschwindigkeit in drei Stufen einstellen und zudem zoomt es um so schneller je weiter man den Zoomring dreht. Trotzdem geht meiner Meinung nach nichts über einen mechanischen Zoomring. Für den einen oder anderen aber sicherlich Gewohnheitssache.

Ob und wie ich die Wifi Funktion der Kamera verwenden werde weiß ich noch nicht. Die entsprechende App habe ich runtergeladen und die Einrichtung des Wifi ging einigermaßen holperfrei. Aber da ich bisher kaum einmal unbearbeitete DSLR Fotos hochlud und auch bearbeitete kaum einmal schnell irgendwo hin laden wollte, weiß ich noch nicht ob das zukünftig jemals geschehen wird. Mit den Smartphonefotos habe ich das schon öfters gemacht, aber noch keine Notwendigkeit mit DSLR Fotos gehabt. Zumal ich diese in aller Regel erstmal gerne in Ruhe sichte und zumindest rudimentär bearbeite.

Zu Videofunktionen kann ich keinerlei Aussagen machen. Bin schon immer eher Fotograf und von mir erstellte Videos kann man gewiß an den Fingern meiner zwei Hände abzählen. Ob Video mit der 8 besser sein soll oder wird als mit der 5, kann ich daher nicht sagen und werde es auch eher nicht feststellen.

Hier die obligatorischen Fotos der Kamera(s).

Stylisch und klassisch zugleich. Die Olympus E-PL8:



Auch von oben wirkt sie wunderschön klassisch und ist genau so hochwertig verarbeitet wie sie aussieht:


Hinten fehlt mir etwas die Belederung und vor allem mit ausgeklapptem Display geht der klassische Look wieder etwas fort:



Ganz hipp, läßt sich das Display für Selfies ganz nach unten klappen. Auch in dieser Position kann man übrigens Auslösen, indem man den zu fokussierenden Bereich ganz einfach antippt. Letzteres hatte ich so auch an der D5500. Man kann mit dem Antippen des entsprechenden Symboles auf dem Touchscreen einstellen, ob bloß Fokussiert oder danach gleich ausgelöst wird. Bei der E-PL5 ließ sich das Display übrigens für Selfies nur hochklappen und stand dann aber nicht ganz gerade nach oben. Dafür lies es sich aber im Stativbetrieb so verwenden, während das Stativ bei der 8 dem Display im Wege sein wird. Bei Selfies wohlgemerkt, während das Touchdisplay und die Auslösung darüber ansonsten am Stativ bei beiden Kameras sehr sehr hilfreich ist.

Hier sieht man, daß das neueste Kit Zoom M.Zuiko 14-42mm f/3,5-5,6 EZ nur eingefahren ein Pancake darstellt:


Gezoomt wird mit elektronischem Zoomring, wo man bei den beiden Versionen davor noch einen mechanischen und feinfühliger verwendbaren Zoomring hatte:

Direkte Vergleichfotos mit der E-PL5 zeigen nicht nur stilistische Unterschiede, sondern zeigen auf, wie klein das Pancake im Vergleich mit der alten Version ist. Und man sieht auch den größeren Bildschirm:




Einen höher aufgelösten VF-2 hatte ich noch zur E-PL5, aber inzwischen verkauft. Hauptgrund war dabei, daß er unverständlicherweise nicht im Blitzschuh arretierbar ist. Außerdem war er Schwarz und den silberfarbenen VF-3 finde ich farblich passender. Sollte sich die E-PL8 bewähren, werde ich mir aber bestimmt einmal einen silberfarbenen VF-4 zulegen, der beider Vorteile in sich vereint. Der ist nämlich sehr hoch aufgelöst UND arretierbar. 
Die Kamera wirkt auf mich jedenfalls mit jedem aufgesteckten EVF immer noch weit klassischer als die allermeisten anderen PEN. Aber das sollte natürlich jedem Geschmack selbst überlassen sein und es gibt genug, die eher die E-PL7 wählen würden. Gerade weil die wie die 5 das gewohnte PEN Design bei gleichen technischen Features bietet:






Ich werde sehen wie sich die wunderschöne Kamera schlagen wird. Das etwas lichtschwache 14-42mm ergänze ich mit dem günstig zu bekommenden M.Zuiko 17mm f/2,8. Im Gegensatz zum wohl besseren 17mm f/1,8 ein wirkliches Pancake und in Silber bestimmt wunderschön an der Kamera. Ob ich mir auch ein günstiges M.Zuiko 40-150mm zulege weiß ich noch nicht. Das ginge dann zu weit in Richtung Parallelsystem, denn die D3300 mit den DX Gläsern bleibt in jedem Fall und wird dadurch nicht ersetzt, zumal ich ihr neulich erst das DX 10-20mm VR spendierte. 
Gebraucht erworben und bereits im Zulauf ist aber einen Olympus FL-36R. Der mitgelieferte Originalblitz FL-LM1 ist schwach wie ein interner Blitz, bezieht ausschließlich Strom aus dem Kamera Akku und kann nur frontal bitzen. Der FL-36R ist weit stärker bei kompakten Ausmaßen, kann deutlich mehr und ist für viele Situationen ausreichend. Sicherlich wäre ein Nissin i40 stilistisch passender, nochmals deutlich stärker und vor allem kleiner. Aber das ginge wieder in Richtung Parallelsystem, vor allem von den weit höherenKosten her. Der Nissin würde selbst gebraucht fast das doppelte kosten, was ich für den 36R bezahlte.

Das Pancake 17mm f/2,8 ist in Silber schon gefunden und günstig erworben und wird in Bälde gezeigt.

Ciao 

Nachtrag vom 19.08.2017:

Das M.Zuiko 17mm f/2,8 Pancake ist da. Leider hat sich noch keine Gelegenheit zu echter Erprobung gegeben, das Wetter ist grausam.


Es hat etwa die gleiche Größe wie das 14-42mm Pancake im eingefahrenen Zustand, macht aber von der Verarbeitung her einen hochwertigeren Eindruck. Ich hoffe ich kann es bald einmal zum Fotografieren ausführen.


Ciao


Dienstag, 25. Juli 2017

Neues Nikon AF-P DX Zoom Nikkor 10-20mm f/4,5-5,6G VR.

Hallo

Heute melde ich mich mal mit einem neuen Objektiv. Nicht nur neu für mich, sondern auch recht neu im Nikon Programm ist das Nikon AF-P DX Zoom Nikkor 10-20mm f/4,5-5,6G VR. Ein superleichtes, superkleines, superschnelles und auch super stabilisiertes Super Weitwinkel Objektiv. Super ist auch der Preis, der nämlich mit deutlich unter 400,- Euro für Nikon Verhältnisse mehr als moderat ausfällt. Otto.de hatte es kurz, aus welchen Gründen auch immer, nochmals rund 65,- Euro günstiger als andere im Vorbestell - Angebot, also schlug ich dort zu.

Der Grund dafür, daß ich es haben wollte ist einfach. Ich habe ja bereits alle Gründe oben genannt. Es ist sehr klein und sehr leicht, was es sehr sehr gut zur ja ebenfalls kleinen und leichten Nikon D3300 passen läßt. Zudem hat es als eines unter wenigen in dem Weitwinkelbereich einen Stabilisator und vor allem den sauschnellen und nahezu unhörbaren AF-P mit Schrittmotor. Alles Superlative, die den ohnehin schon moderaten Preis nochmals sehr positiv relativieren. 

Natürlich gibt es wo es Licht gibt auch Schatten. Ich habe es gestern erst bekommen und konnte aus Zeitmangel erst einmal bloß einige Testfotos vom Balkon aus machen und bei dem heutigen Mistwetter mal gar keine. Woanders laß ich aber bereits, daß es im Randbereich zu CA neigt und so konnte ich welche in einer Ecke entdecken. Außerdem hat es halt das von mir eigentlich verpönte Plastikbajonett. Tja, aber leider gibt es das süße Kleine bloß so wie es ist, also was soll man machen?

Die Verarbeitung sowie das Design, halten sich ganz nah am AF-P DX 18-55mm VR. Im Gegensatz zu diesem, kommt das 10-20 allerdings mitsamt originaler Gegenlichtblende, Stoffbeutel und ordentlichem Bajonettdeckel, statt des weißen Notdeckels des Kitglases.

Die Verarbeitung ist sehr gut, das muß man sagen. Zwar Plastik wo man hinschaut, aber sehr sehr ordentlich verarbeiteter Kunststoff. Man hat nicht mehr das etwas windige Gefühl wie bei den Kit Glas Modellen 18-55, 18-55 II und 18-55 VR. Erst ab dem 18-55 VR II war ich auch von der Verarbeitung überzeugt, die sich mit dem AF-P meiner Meinung nach noch einmal steigerte.
Der Zoomring geht hakelfrei und samtig, seine Gummierung liegt auf angenehm hohem Niveau und ist super griffig. Der AF-P ist wieder superschnell, das muß man erlebt haben. Wie beim 18-55 ertappt man sich manchmal unnötig mehrmals zu fokussieren, weil man einfach nicht mitbekommet, daß das schon geschah. So schnell und fast unhörbar leise geht das und bei 10-20mm sieht man es nicht so flott, weil ja alles eher winzig klein ist. Man muß sich daher auf den AF verlassen (können).
Manuelles fokussieren geht über den schmalen elektronischen Fokussiering vorne hinter der Fassung des Frontglases, genau wie beim Kit Glas. Das ist allerdings ein eher mühsames Unterfangen, weil die Details ja wie erwähnt im Super Weitwinkel sehr klein sind. Wenn man sich auf die grüne Anzeige im Sucher verlassen möchte, kann man daher auch gleich beim AF-P bleiben. 
Das rasend schnell bezieht sich übrigens auf den AF beim Blick durch den Sucher. Im LiveView ist man zwar schneller als mit allen anderen bisherigen AF Antrieben und vor allem sehr sehr leise, aber man sieht den Fokussiervorgang immer noch deutlich. Die Vorteile hier liegen beim Filmen und damit bei fast lautslosem AF während Filmaufnahmen. Ich filme eigentlich gar nicht und freue mich über einen superschnellen AF-P beim Blick durch den Sucher.

So, hier die bei mir ja obligatorischen Fotos des Objektives. Man bekommt genau das, wobei ich den Beutel in der OVP beließ:



Jedem einigermaßen Kundigen fällt sofort die sehr große Ähnlichkeit zum kleinsten Kit Glas auf. Die silberne Zierleiste hat man sich löblicherweise gespart, die ist beim Kit bloß aufgeklebt:

Von vorne stellen 72mm satt 55mm Flitermaß einen sehr großen Unterschied dar:

Kurz von hinten das leider unnötig verbaute Plastikbajonett. Ich könnte hier auch Kunststoff schreiben, aber das fände ich schon zu nett. es ist halt Hartplastik:

Es zoomt deutlich weniger aus als das Kitglas, welches ja bekanntlich bloß im verriegelten Zustand wirklich kompakt ist und verriegelt werden muß das 10-20mm auch nicht:

Die Streulichtblende ist wegen des Weitwinkels natürlich deutlich breiter als die (Nachbaublende) des Kitglases:


Immer wieder habe ich die sehr kompakten Maße meines Sigma 12-24mm f/4,5-5,6 II DG HSM für das Vollformat betont. Im Vergleich sieht man den Zwergenwuchs des Nikkores für DX. Und dabei ist das Sigma meiner Meinung nach das kleinste erhältliche Weitwinkel Zoom für das Nikon Vollformat. Es ist auch genau so schwer wie es aussieht, wo das 10-20mm vergleichsweise gar nichts wiegt:

Maße und Gewicht machen lassen es ideal erscheinen für die D3300/3400 und natürlich auch moderne Kameras der D5xxx'er Serie. Es ist wirklich unauffällig und sehr angenehm an der Kamera:




Hier erste Probefotos von gestern, die aber keinesfalls als Beispielbilder gelten sollten. Bis auf den Ausschnitt am Ende, sind alle JPEG direkt aus der Kamera geholt und hier absolut unbearbeitet hochgeladen worden (wobei ich nicht weiß was die Blog Software damit macht).

10mm f/4,5:

Nahbereich offen bei 20 und 10mm:


Nahbereich am Limit mit 10mm und offen bei f/4,5:






10mm einmal offen bei f/4,5 und einmal bei in der Landschaft eher üblichen f/8. Die Vignettierung finde ich offen vernachlässigbar gering, bzw. gut korrigierbar. Der Dynamikumfang gewinnt aber sehr deutlich mit dem Abblenden:


Ein heftiger Ausschnitt, aber so sieht man die deutlichen CA am Rand. Abblenden hat also keine Hilfe gebracht, denn im Offenblend Foto davor sehen sie kaum anders aus:

Nun muß ich sehen wie sich das Glas schlägt, vor allem was die CA und deren Händelbarkeit betrifft. Das kenne ich vom weit größeren und schwereren Sigma 10-20mm f/3,5 so nicht. 

Ciao